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Hoffnung für wartende Tanker in St. Goarshausen

Endlich wieder Bewegung auf dem Rhein bei der Loreley. Probeweise dürfen erst mal kleinere Frachter an dem verunglückten Säuretanker vorbei fahren so berichtete der SWR gestern. Später soll entschieden werden, ob man den Rhein an der Unglücksstelle wieder teilweise für den Schiffsverkehr freigegeben kann. Auch das erste Kranschiff zur Bergung ist mittlerweile eingetroffen, voraussichtlich bis zum Wochenende sollen sich vier dieser Kranschiffe um den gekenterten Säuretanker kümmern.

Weil das Schiff abzurutschen drohte, musste ein zusätzlicher Schiffskörper aus Mainz zur Unglücksstelle kommen. Unterhalb des gekenterten Schiffes hatte sich eine etwa sechs Meter tiefe Mulde im Kies und Sand gebildet. Die Stahltaue zum Ufer, die das gut dreitausend Tonnen schwere Schiff halten, hätten das Wrack durch die starke Strömung vermutlich nicht ausreichend sichern können.

Es steht mittlerweile fest, dass das Schiff wegen seiner Ladung zu schwer zum Bergen ist. Ein Teil der 2.400 Tonnen Schwefelsäure muss dazu abgelassen werden. Deshalb werden Probebohrungen durchgeführt.

Hoffnung für wartende Tanker in St. GoarshausenTrotz des Probebetriebs warten noch immer über 200 Schiffe ober- und unterhalb der Unglücksstelle. Je länger das dauert, desto höher sind auch die Ausfälle der Unternehmen, hinzu kommen zigtausend Euro Kosten für die Bergungskräne. Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Bingen versorgt gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk die Besatzung einzelner Schiffe mit Lebensmitteln und Trinkwasser.

Zurzeit sind zwei der insgesamt vier für die Bergung des Tankschiffs vorgesehenen Schwimmkräne unterwegs nach St. Goarshausen. Sie sollen nach Informationen des SWR voraussichtlich heute an der Unglücksstelle ankommen. Die anderen beiden Bergungskräne sollen am Wochenende eintreffen. Die Suche nach den beiden vermissten Besatzungsmitgliedern blieb, laut SWR am 20.01.11, bislang ohne Erfolg.

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