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Hohe Kraftstoffpreise treiben Transportkosten in die Höhe

Mit äußerster Besorgnis beobachtet der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. die Entwicklung der Kraftstoffpreise. Bereits im letzten Jahr ergab sich eine kontinuierliche Aufwärtsbewegung. Gerechnet vom Tiefpunkt der Preise während der Wirtschaftskrise hat sich Dieselkraftstoff mittlerweile um 35 Prozent verteuert. Zum ehemaligen Allzeithoch fehlen derzeit noch gut 10 Prozent.

Der harte Winter und der Preispoker rund um neue Kraftstoffsorten im Pkw-Bereich haben das Preisklima angeheizt und für extreme Preissprünge an den Zapfsäulen gesorgt. Das Preisgefälle zwischen Freien Tankstellen und sogenannten Markentankstellen ist zeitweise größer als 10 Cent pro Liter. Insoweit ist nicht allein die Entwicklung der Rohölpreise ausschlaggebend, sondern Preistreiberei, Gewinnsucht und Spekulanten setzen die Märkte und den Verbraucher in Deutschland unter Druck.

Transportlogistikunternehmen sind bei einem Treibstoffkostenanteil von 25 bis 30 Prozent gezwungen, diese markante Verteuerung von Dieselkraftstoff in den Märkten weiterzugeben. Ohne eine adäquate Anpassung der Transportpreise an die exorbitant gestiegenen Kraftstoffkosten fehlt vielen Unternehmen die Luft zum Überleben. Nach dem Krisenjahr 2009 und dem von den Rahmenbedingungen her sehr fragilen Aufschwung in Deutschland kämpfen viele mittelständische Unternehmen immer noch ums Überleben. Arbeitsplätze in Deutschland geraten unmittelbar in Gefahr. In die Angebotslücken, das zeigt die Mautstatistik, springen vornehmlich Unternehmen aus den EU-Beitrittsländern. So entfielen im Jahr 2010 50 Prozent aller zusätzlichen Mautkilometer auf Unternehmen aus den EU-Beitrittsländern. Deutsche Transportunternehmen übernahmen nur 42 Prozent der zusätzlichen mautpflichtigen Fahrten. Die Beschäftigungssituation im deutschen Transportlogistikgewerbe ist deshalb weit vom Vorkrisenniveau entfe rnt und trotz Aufschwung noch nicht auf einem soliden Niveau angekommen.

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