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Schwaches Lizenzgeschäft bremst Wachstumskurs der SAF

Die im Prime Standard notierte SAF AG weist für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2010 einen Konzern-Umsatz von 15,6 Millionen Euro aus. Damit verringerte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr (FY/09: 16,6 Millionen Euro) um 5,9 Prozent. Das Konzernergebnis (Net Profit) hingegen konnte von 0,7 Millionen Euro auf 1,4 Millionen Euro verdoppelt werden.

Ausschlaggebend für das starke Wachstum des Net Profit war der Wegfall von einmaligen Kosten, welche in 2009 im Zuge des öffentlichen Übernahmeangebotes der SAP AG entstanden sind und das Ergebnis des Geschäftsjahres 2009 belasteten. Entsprechend stiegt auch das Betriebsergebnis von 0,6 Millionen Euro im Vorjahr auf 2,0 Millionen Euro in 2010.

Nach einem erfolgreichen Start in das Geschäftsjahr 2010 durch die Unterzeichnung des Lizenzvertrages mit dem deutschen Einrichtungs-Discounter ROLLER und der Lizenzerweiterung durch einen der führenden US-Supermarktbetreiber auf alle Supermarktketten des Konzern bremste in der zweiten Jahreshälfte das schwache Lizenzgeschäft den Wachstumskurs der SAF. SAF blieb somit im Gesamtjahr mit 4,8 Millionen Euro deutlich hinter dem Vorjahresniveau (FY/09: 7,0 Millionen Euro) zurück. Mit 9 Lizenzen trug der OEM-Partner SAP maßgeblich zum Lizenzumsatz bei, konnte jedoch auch nicht an die Erfolge aus dem Geschäftsjahr 2009 anknüpfen. Ausschlaggebend für das rückläufige Lizenzgeschäft war vor allem ein deutlich schwächeres viertes Quartal, in welchem ein erwarteter großer Lizenzabschluss in USA nicht abgeschlossen werden konnte.

Das Wachstum im Wartungsgeschäft setzte sich aus dem Vorjahr fort und legte um 10,9 Prozent auf 8,9 Millionen Euro zu. Überaus positiv entwickelte sich auch das Dienstleistungsgeschäft, das ein Umsatzplus von 23,7 Prozent auf 1,9 Millionen Euro (FY/2009: 1,6 Millionen Euro) verzeichnete. Dieser Umsatzzuwachs entspringt vor allem der engeren Zusammenarbeit von SAF und SAP. So konnte SAF durch die Durchführung von Potentialanalysen den finanziellen Mehrwert der Lösung SAP F&R aufzuzeigen und somit Kunden vom Kauf der Lösung überzeugen. Aber auch zusätzliche Entwicklungsaufträge für den OEM-Partner sowie Beratungsprojekte für SAP F&R Kunden trugen als Wachstumsmotor zum starken Dienstleistungsumsatz bei.

„Das Geschäftsjahr 2010 war durch die Neubesetzung des Managements, die engere Zusammenarbeit mit dem Mehrheitsaktionär SAP und die Neuausrichtung der Strategie von vielen Veränderungen geprägt“, kommentiert Udo Meyzis, Vorstandsvorsitzender der SAF AG das zurückliegende Geschäftsjahr. „Wir haben damit den Grundstein für den weiteren Erfolgskurs der SAF gelegt und können die Synergien aus der gestärkten Partnerschaft mit SAP in der Zukunft voll ausschöpfen.“

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