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PKP CARGO startet Markterschließung auf deutschem Schienennetz

Am 22. März hat die PKP CARGO, das größte polnische Eisenbahnverkehrsunternehmen, mit der eigenständigen Markterschließung auf dem deutschen Schienennetz begonnen. Ab sofort transportiert der polnische Marktführer nahezu täglich durchgängig grenzüberschreitende Regelverkehre zwischen dem Fiat-Produktionsstandort im polnischen Tychy (bei Kattowitz) und Elstal/Wustermark (bei Berlin) im Auftrag von MOSOLF.

Elstal/Wustermark dient als logistischer Drehpunkt für die Verkehre, die einerseits nach Antwerpen in das Grimaldi Europa Terminal und andererseits in das Mosolf Technik- und Logistikzentrum in Ketzin weiterlaufen. Seit Jahren vertrauen Fiat und Grimaldi ihre Transporte MOSOLF an. Die Vorstände und Geschäftsleitungen beider Unternehmen schickten den ersten durchlaufenden Autozug feierlich auf die Reise.

Die PKP CARGO, die noch bis vor kurzem ihre Züge an der Grenze stoppen und die weitere Traktion (d.h. das Ziehen von Zügen) in Deutschland einem Dritten überlassen musste, besitzt nun alle für Deutschland erforderlichen Lizenzen, Betriebsgenehmigungen, darunter die Sicherheitsbescheinigung Teil B, durch das Eisenbahnbundesamt Ende 2010 erteilt. Im Auftrag und mit Spezialwaggons von MOSOLF verkehren ab sofort sechs Ganzzüge pro Woche auf der ca. 400 km langen Strecke zwischen dem schlesischen Tychy und dem brandenburgischen Elstal/Wustermark. Jeder dieser Güterzüge ist ca. 600 m lang und befördert 300 Pkw der Marke Fiat. Es entsteht ein durchgängiger deutschpolnischer Regelverkehr, bei dem monatlich ca. 7.200 Kfz transportiert werden.

„Mit der Aufnahme dieses Verkehrs zwischen Polen und Deutschland setzen wir neue Maßstäbe. Wir erschließen mit Deutschland einen der größten Bahnmärkte in Europa und betonen, dass wir uns weiterentwickeln wollen, und demnach müssen wir im internationalen Maßstab immer aktiver auftreten. Denn schon seit einiger Zeit sind ausländische Wettbewerber mit eigenen Eisenbahnverkehrsunternehmen auf dem polnischen Bahnmarkt aktiv. Jetzt aber schlägt unsere Stunde; wir verdeutlichen, dass PKP CARGO auch außerhalb Polens produktiv agieren kann. Die neue Verbindung soll erst der Anfang sein. Wir werden bald weitere Destinationen, Verkehre in Deutschland erschließen?, so Daniel Ryczek, Vorstandsmitglied der PKP CARGO S.A. und dort verantwortlich für den Bereich International Affairs.

?Wir sagen seit Jahr und Tag, dass wir Verkehre von der Straße auf die Schiene bringen. Jetzt zeigen wir erneut, wie die Schiene durch intelligente Prozesse wettbewerbsfähiger gemacht wird. Denn letztlich sorgen Qualität, Preis und Zeit dafür, dass sich das umweltfreundliche Verkehrsmittel Bahn gegen andere Verkehrsträger durchsetzen kann. Wenn wir in diesem Dreiklang unsere hohe Qualität garantieren, ist das ein ganz starkes Argument. Es lohnt sich für Fiat und unseren italienischen Logistikpartner Grimaldi, aber auch für unseren deutschen Standort Etzin. So macht Europa Freude. Wirtschaftlicher Erfolg hilft hier der Umwelt und sichert die Arbeitsplätze aller Beteiligten und Regionen?, so Dr. Jörg Mosolf, CEO der MOSOLF-Gruppe.

Mit der Aufnahme des neuen deutsch-polnischen Regelverkehrs schließen sich in Elstal/ Wustermark zwei Kreisläufe: Zum einen gehen die Pkw von zwei dieser sechs wöchentlichen Züge weiter ins 12 km entfernte Etzin. Dort befindet sich eines der größten Zentren für den Automobilumschlag und die Kfz- Aufbereitung in Ostdeutschland. Von hier aus werden die Importfahrzeuge per Lkw innerhalb Deutschlands weiter verteilt. Zum anderen übernimmt in Elstal/Wustermark ein belgisches Eisenbahnverkehrsunternehmen vier der sechs wöchentlichen Ganzzüge zum ebenfalls durchgängigen Weitertransport in das Antwerpen Euro Terminal des MOSOLF-Partners Grimaldi. Dieser zweite Kreislauf mit einer Strecke von ca. 1.100 km schließt eine Logistikkette mit einer Gesamtlänge

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