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Autospediteure bleiben auf Kosten sitzen

Dank der Stärkung des Exports und der Erholung der globalen Märkte profitieren auch die Fahrzeugspediteure des Vereins Automobillogistik im DSLV e.V. (AML) vom Wiederanstieg der Transportmengen. Allerdings präsentiert sich die wirtschaftliche Erholung dabei als eher zweischneidiges Schwert.

Aufkommenszuwächse wurden in einigen Fällen durch spürbare Preisnachlässe erkauft. Die meisten sehen sich trotz vereinbarter variabler Preisgleitklauseln mit steigenden Dieselkosten konfrontiert. Solange Laufzeiten von bis zu sechs Monaten vereinbart werden, bleiben die Spediteure auf ihren Kosten sitzen.

AML-Vorstand und Mitglieder waren sich auf ihrer Versammlung Anfang März in Bonn einig, dass aus diesem Phänomen, gepaart mit einem zunehmenden Mangel an qualifizierten Fahrern kurzfristig ein gefährlicher Trend erwachsen kann. „Die immer noch prekäre Situation vieler Unternehmer lässt es kaum zu, langfristig zu planen. Kurzfristig steigende Transportmengen werden wir nicht mehr wie bisher auffangen können, weil die dünne Ertragslage keine zukunftsfähige Investitionsplanung mehr erlaubt“, warnt AML-Vorstand Konrad Lehner.

Mit einem Rückgang der Treibstoffkosten rechnet angesichts der momentanen weltpolitischen Lage niemand. Darum sieht Lehner eine rasche Anpassung der Frachtpreise an die von außen vorgegebene Kostenlage als unbedingt notwendig an. „Wir können diesen Prozess auch dem Markt überlassen. Nur werden in diesem Fall schmerzliche Kapazitätsengpässe unvermeidlich sein.“

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