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Nachfrageschwankungen sind größte Herausforderung im Supply Chain Management

Trotz einem in weiten Teilen guten wirtschaftlichen Start ins Jahr 2011 blicken die Supply Chain Manager großer Unternehmen für ihren Verantwortungsbereich mit Ungewissheit auf die kommenden Monate. Die größte Herausforderung sehen sie in den anhaltenden Nachfrageschwankungen (40 Prozent der Nennungen), die sie in der Logistikkette abbilden müssen.

Aber auch die steigenden Material- bzw. Servicekosten treiben die Manager um (35 Prozent). Das zeigt die diesjährige Ausgabe der „Supply Chain Agenda“ von Capgemini Consulting, der Strategie- und Transformationsberatungseinheit der Capgemini-Gruppe. In die Studie flossen die Antworten von 300 Unternehmen aus Europa, Nordamerika sowie Asien und Lateinamerika ein. Hinzu kamen Tiefeninterviews mit weiteren 30 hochrangigen Supply Chain Managern.

Aus operativer Sicht benennen 45 Prozent der Supply-Chain-Verantwortlichen die Verbesserung der Transparenz entlang der Logistikkette als ihr wichtigstes Projekt für 2011. Dabei geht es darum, zu wissen wo sich die Güter befinden, die Kenntnis über den Stand des Bestellprozesses oder auch die Antizipation von unerwarteten Ereignissen wie Verspätungen sowie Fehlern im Produktionsprozess von Lieferanten. Fast gleich auf folgen auf den weiteren Plätzen der Top-Projekte 2011 Business Process Redesign (44 Prozent), Geschäftsinnovationen (41 Prozent) sowie die Verbesserung der langfristigen (Nachfrage-) Vorhersagen.

Immer noch weit oben auf der Agenda, wenn auch mit deutlich weniger Nennungen als 2010, steht das Thema Nachhaltigkeit (33 Prozent Nennungen). „Hier haben wir es mit einem konjunkturunabhängigen Dauerbrenner zu tun. Die Logistikkette hat einen enormen Einfluss auf die externe Wahrnehmung eines Unternehmens als nachhaltig wirtschaftende Organisation. Damit besteht auch eine gewisse Erwartungshaltung seitens des Top-Managements an die Logistikverantwortlichen“, so Dr. Martin Raab, Leiter Supply Chain Management bei Capgemini Consulting in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Verwerfungen durch die Wirtschaftskrise spielen in der Gesamtsicht über alle Befragte hinweg kaum mehr eine Rolle in der Supply Chain. Sie werden aber immer noch von acht Prozent als geschäftlicher Einflussfaktor auf die Logistikkette genannt.

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