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duisport und Currenta intensivieren Zusammenarbeit

Die duisport-Gruppe (Duisburger Hafen AG) und der Chempark-Betreiber Currenta GmbH & Co. OHG, ein Joint Venture der Bayer AG und der Lanxess Deutschland GmbH, wollen ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen. Der duisport-Vorstandsvorsitzende Erich Staake und Dr. Klaus Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Currenta, unterzeichneten gestern in Duisburg dazu einen Kooperationsvertrag.

Ziel ist in erster Linie die Zusammenarbeit bei der Realisierung von ausgewählten Infrastrukturprojekten, insbesondere die Entwicklung des KV-Terminals – eine Umschlaganlage für den Kombinierten Verkehr ? in Hohenbudberg sowie eines entsprechenden Vorbahnhofs im Chempark-Standort Krefeld-Uerdingen.

Durch den Bau eines neuen KV-Terminals der duisport-Gruppe in Hohenbudberg erhalten die im Chempark Krefeld-Uerdingen ansässigen Unternehmen, als potentielle Nutzer des Terminals, einen direkten Zugang zum nationalen und internationalen KV-Netzwerk. Über das neue Terminal können die Container- und Trailerverkehre ganz überwiegend über die Schiene abgewickelt werden.

„Diese Kooperation stellt einen wichtigen Baustein bei dem Ausbau unserer Umschlagkapazitäten dar, der für uns nach wie vor ein wichtiger Fokus gerade am Standort Duisburg darstellt“, sagte Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG. „Wir freuen uns, dass wir durch die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Currenta logistische Synergien, auch über Stadtgrenzen hinweg, heben können. Gleichzeitig stärkt die Kooperation unsere strategische Ausrichtung auf die Aktivitäten in der Chemielogistik“, so Staake weiter.

Für den Chempark Krefeld-Uerdingen bedeutet die Umsetzung der Kooperation auch eine Prüfung des Ausbaus des bestehenden Bahngeländes im südlichen Werksteil. Hier soll ein so genannter „Vorbahnhof“ entstehen, der für die Bereitstellung der Züge für das Container-Terminal sorgt. Da der Chempark und das duisport-Terminalgelände unmittelbar aneinander grenzen, ist eine Verbindung der beiden Flächen über eine neue Straße auf nicht-öffentlichem Gebiet geplant. Diese rund einen Kilometer lange Verbindungsstraße eröffnet den Chempark-Partnern neue Möglichkeiten und bietet zahlreiche Vorteile im Containerverkehr. So müssen die Ladungseinheiten zukünftig nicht mehr zu weiter entfernten Terminals transportiert werden, sondern können in direkter Werksnähe umgeschlagen werden.

Die Umsetzung dieser Absichtserklärung ergebe viele Vorteile für den Chempark: „Neben der deutlich gesteigerten Flexibilität werden zum Beispiel Transportlaufzeiten kürzer, CO2-Bilanzen besser und die Transportkosten unserer Chempark-Partner günstiger. Mit der noch besseren Anbindung des Chempark Krefeld-Uerdingen an das überregionale Schienennetz durch die Kombination des Container-Terminals mit dem Vorbahnhof auf unserem Gelände werden wir noch interessanter für potentielle Investoren. Wir rücken nun näher in den Fokus von Unternehmen, die auf der Suche nach Produktionsflächen mit einer optimalen Logistikanbindung sind. Damit stärkt das Projekt letztlich beide Städte, sowohl Krefeld als auch Duisburg“, sagte Stefan Dresely, Leiter des Chempark Krefeld-Uerdingen.

Neben den beiden Infrastrukturprojekten planen die Kooperationspartner ebenfalls die wechselseitige Inanspruchnahme von Dienstleistungen. Vor diesem Hintergrund betrachten sich die Vertragsparteien als „preferred partner“. Zur Umsetzung der beschriebenen Projekte und zur weiteren intensiven Zusammenarbeit wird es zukünftig regelmäßige Gespräche zwischen beiden Partnern geben.

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