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Großes Interesse an Weltrekord-Algorithmus

Mit einem Weltrekord-Algorithmus haben Physiker der Universität Regensburg wiederholt auf sich aufmerksam gemacht. Der Algorithmus gehört zur Klasse der physikalischen Optimierungsmethoden und konnte alle relevanten Weltrekorde im Bereich Logistik einstellen und übertreffen. Aber auch in anderen Feldern lassen sich exzellente Ergebnisse erzielen, da der Algorithmus leicht übertragbar ist. Die Entwickler um den Regensburger Physiker Prof. Dr. Ingo Morgenstern und PD Dr. Johannes Schneider (Mainz) haben den Algorithmus deshalb auf der Messe „transport logistic 2011“ in München öffentlich vorgestellt. Das neue Verfahren steht nun auch für die breite Nutzung im wirtschaftlichen Bereich zur Verfügung.

Denn der Algorithmus ist grundsätzlich in allen ökonomischen Bereichen einsetzbar, beispielsweise im Bereich der Energiewirtschaft. Die Gruppe um Morgenstern stellte auf der „transport logistic 2011“ ein auf dem neuen Algorithmus basierendes Patent im Bereich der Erneuerbaren Energien vor, das Speichermöglichkeiten für Windstrom im Effizienzbereich von Pumpspeicherkraftwerken beschreibt. Pumpspeicherkraftwerke haben einen Wirkungsgrad von ca. 80 Prozent, sind aber extrem teuer. Der Algorithmus eröffnet alternative Methoden mit vergleichbarem Wirkungsgrad, aber weitaus geringeren Kosten bei problemloser Umsetzung.

Ein weiterer Schwerpunkt der Präsentation im Rahmen der Messe war die Vorstellung eines Verfahrens zur optimalen Ausnutzung des deutschen Straßenverkehrsnetzes. Die Grundlagen dazu wurden in der Dissertation von Dr. Martin Ransberger erarbeitet, einem Mitarbeiter von Morgenstern. Dafür nutzt der Algorithmus die durch Mobiltelefone oder Navigationsgeräte übertragenen GPS-Daten. Der Algorithmus kann durch den regelmäßigen Abgleich der jeweiligen Fahrtendpunkte zu einer optimalen Ausnutzung des Straßenverkehrsnetzes führen. Zunächst ist an eine Anwendung im LKW-Tourenplanungsbereich gedacht. Eine Ausdehnung auf den PKW-Individualverkehr ist langfristig geplant.

Weiterführende Informationen:

In der Medizin führte der Einsatz des Algorithmus schon zu Fortschritten bei der Optimierung der Strahlentherapie von Krebspatienten. Zudem kam er auch auf inneruniversitären Themenfeldern zum Einsatz. So wurde nachgewiesen, dass sich bei der Verteilung von Studienanfängern auf ihre Wunschuniversitäten (ZVS-Problem) über den Einsatz geeigneter Optimierungsmaßnahmen der Anteil der Studierenden, die keinen Platz an einer ihrer Wunschuniversitäten erhalten, drastisch reduzieren lässt.

Um den Algorithmus für Wirtschaftsunternehmen allgemein nutzbar zu machen, ist im Raum Regensburg ein sogenanntes „Optimum Valley“ initiiert worden. Dabei soll die Patente für den Optimierungs-Algorithmus, das die Physiker der Universität Regensburg bereits eingereicht haben, den im Raum Regensburg ansässigen IT-Firmen kostengünstig zur Verfügung gestellt werden. Ransberger hat dem Bundesverband Logistik bereits 30 Weltrekorde, die der Algorithmus auf dem Feld der Logistik aufgestellt hat, zur Nutzung überlassen.

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