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Spedition Wackler platzt aus allen Nähten

Der Logistik-Dienstleister Wackler fährt an seinen Standorten Göppingen und Dresden am Anschlag. In Sachsen plant Geschäftsführer Oliver Schwarz eine Erweiterung und am Stammsitz hat er zusätzliche Außenlager angemietet.

Nach der Wirtschaftskrise vor zwei Jahren läuft das Geschäft beim Göppinger Familienunternehmen wieder rund. Gestiegene Volumina bei den Kunden haben viele Logistiker beflügelt. Mit 350 Mitarbeitern erwirtschaftete Wackler 2010 einen Umsatz von 73,7 Millionen Euro. Ein Plus von 8,4 Millionen gegenüber dem Vorjahr. Das Wachstum verteilt sich gleichermaßen auf Bestandskunden, wie auch auf Neukundenbeziehungen. Dies ist auch darin begründet, dass Wackler mit dem CargoLine-Netzwerk ein verlässliches Team bildet.

Mit 44 Millionen Euro und 250 Mitarbeitern trug das Mutterhaus in Göppingen zum Gesamtergebnis bei. Hier sitzen auch die Verwaltung mit Buchhaltung, Personal und IT sowie die zertifizierte Werkstatt, die markenunabhängig für die Unternehmensgruppe Schwarz, ihre Mitarbeiter und externe Kunden arbeitet.

„Wir sind in allen Geschäftsbereichen voll ausgelastet“, sagt Schwarz, der an beiden Standorten erweitern will. Im europaweiten CargoLine-Netzwerk bedient Wackler 78 Linien. Die durchschnittlich 1530 Stückgutsendungen laufen überwiegend im Direktverkehr zu den Zielstationen, von denen Wackler im Gegenzug Sendungen für das eigene Verteilergebiet in der Region Stuttgart entgegennimmt. Ein Fünftel des nationalen Auftragsbestandes fährt Wackler mit eigenen Fahrzeugen. 80 Prozent werden an überwiegend feste Vertragspartner vergeben.

Als aktives Mitglied in den CargoLine-Lenkungsgremien beobachtet Schwarz den Markt sehr genau, immer auf der Suche nach neuen Trends oder Verbesserungen. Via regelmäßiger Potentialanalysen ermittle das Unternehmen, wo es seinen Kunden weiteren Nutzen stiften kann.

Immer wichtiger wird das Geschäft mit logistischen Dienstleistungen, das Wackler derzeit für 25 Kunden erbringt. Das beginnt beim Lagern, geht über das Etikettieren und Kommissionieren bis hin zum Prüfen, Umverpacken oder dem Reklamationsmanagement. Solche Dienste tragen zehn Prozent zum Umsatz bei und beanspruchen ebenso viel der knappen Hallenkapazität. Am Stammsitz Göppingen verfügt der Logistiker über 28.500 Quadratmeter Hallenfläche an vier Standorten. In der 2008 errichteten Niederlassung in Dresden-Wilsdruff sind es 6000.

„Im Juli 2010 mussten wir ein Puffer-Lager in Göppingen und diesen März ein zweites in Ebersbach/Fils anmieten“, sagt Schwarz. Der Grund: Zwei langjährige Bestandskunden sind so gewachsen, dass ihre eigenen Lager nicht mehr ausreichen. Und im Osten Deutschlands erfährt das Thema Outsourcing eine Nachfragewelle, so dass derzeit ganz konkret an Erweiterungsplänen gearbeitet wird. Seine Mitarbeiter schult der Mittelständler zunehmend online über virtuelle Weiterbildungsangebote der CargoLine-Gruppe. Fachwissen von Zollfragen über Gefahrgut bis zu Sprachen speisen die 70 CargoLine-Partner ein. Per e-Learning steht das Wissen allen Mitarbeitern am PC sofort und jederzeit zur Verfügung.

Strategische Allianzen in der interkontinentalen Luft- und Seefracht und eine engmaschigere Europa-Logistik sind weitere Themen, an denen das CargoLine-Gründungsmitglied maßgeblich beteiligt ist. Und Investitionen, etwa in Göppingen 250.000 Euro für eine runderneuerte Video-Anlage in der Umschlagshalle, die vernetzt mit dem Scanner arbeitet, erhöhen die Sicherheit und verbessern die Qualität der Dienstleistung.

Dieses Jahr will Wackler den Umsatz vornehmlich im Bereich der Europaverkehre ausbauen. So hat die Umstellung der Linie nach Polen von dreimal wöchentlich auf täglich dazu geführt, dass sich neue Kunden für Wackler entschieden haben. Auch nach Dänemark und England wurde die Abfahrtsfrequenz erhöht. Weiteres Wachstum in der Logistik gestaltet sich wegen der räumlichen Engpässe aber schwi

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