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Intralogistik: 12 Milliarden Euro Einsparpotential in Deutschland

Die Optimierung der Intralogistik ist in den nächsten Jahren eine der großen Herausforderungen für die heimische Wirtschaft. Die Intralogistik umfasst etwa die Hälfte des deutschen Logistikmarkts. Hier können Unternehmen in Deutschland laut Beratungsgesellschaft Barkawi Management Consultants bis zu 15 Prozent einsparen.

In absoluten Zahlen ausgedrückt, handelt es sich dabei um ein Optimierungspotential von rund 12 Milliarden Euro. Die wichtigsten Handlungsfelder beim Umstellen der intralogistischen Systeme sind Lager-Layout, Logistikprozesse, Logistiksteuerung und Logistik-Controlling. Den Experten zufolge handelt es sich hierbei größtenteils um Maßnahmen, die sich innerhalb weniger Wochen und Monate umsetzen lassen und sich bereits während der ersten zwölf Monate voll amortisieren.

„Nach der Krise ist vor der Krise“, betont Dr. Andreas Baader, Geschäftsführer von Barkawi Management Consultants. „Gerade jetzt, da die Wirtschaft boomt, ist der richtige Zeitpunkt, um sich bereits wieder auf den nächsten Abschwung vorzubereiten.“ Um Kosteneinsparungen von bis zu 15 Prozent im Bereich der Intralogisitk zu erreichen, müssen Unternehmen laut Barkawi Management Consultants mehrere Maßgaben erfüllen. So gilt es, nicht nur die Auftragseinlastung und -steuerung zu optimieren, sondern auch die Auslastung von personellen und infrastrukturellen Kapazitäten zu erhöhen. Weiteres Einsparpotenzial ergibt sich durch eine ausgewogene Verteilung von eigen- und fremdbetriebenen Prozessschritten sowie durch eine Wegeoptimierung der internen Transporte. Ein wirksames Mittel zur Kosteneinsparung ist darüber hinaus die Senkung von IT-Betriebs- und Wartungskosten durch Konsolidierung bislang separater Systeme.

Die heimische Wirtschaft verzeichnet derzeit das stärkste Wachstum seit der Wiedervereinigung. Vor allem die Exporte erweisen sich seit geraumer Zeit wieder als Wachstumsmotor. Der deutsche Logistikmarkt hatte 2010 ein Volumen von insgesamt 210 Milliarden Euro. Für dieses Jahr prognostizieren die Experten sogar 220 Milliarden Euro. „Der Welthandel wächst stärker als die Wirtschaft und stellt immer größere Anforderungen an die Logistiksysteme“, erläutert Baader. „Viele deutsche Unternehmen haben in den letzten Jahren daher ihre globalen Transporte und Distributionsnetze optimiert. Die Intralogistik wurde oftmals jedoch vernachlässigt.“ Gerade hier müssen die Unternehmen in der nächsten Zeit erhebliche Optimierungsanstrengungen unternehmen.

Die wichtigsten Handlungsfelder beim Umstellen der intralogistischen Systeme:

  • Lager-Layout: Zur Aufwandsreduzierung trägt neben einem optimierten Technikeinsatz in der Lagerinfrastruktur auch die bestmögliche Belegungsplanung für Lager- und Funktionsflächen bei.
  • Logistikprozesse: Eine effiziente Kapazitätsbedarfsrechnung und Voravisierung sowie der Überblick über Einlagerungs- und transportfähige Einheiten verhindern böse Überraschungen. Eine papierlose Abwicklung sorgt ebenfalls für niedrige Kosten.
  • Logistiksteuerung: Neben der Auftragseinlastung und -steuerung zählt hier die Systemunterstützung bzw. der Automatisierungsgrad. Wichtige Instrumente stellen darüber hinaus das Synchronisieren von Logistikprozessen sowie die Engpasssteuerung dar.
  • Logistik-Controlling: Ein effizientes Controlling erzielen Unternehmen durch die Differenzierung nach ABC-XYZ-Klassifizierung, das Slotting, nach Kundensegmenten differenzierte SLAs sowie durch produktivitätsorientierte KPIs.
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