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Ethisches Handeln bestimmt Verbrauchervertrauen

Konsumenten hinterfragen zunehmend die Werte und Praktiken von Unternehmen. Eine repräsentative Untersuchung des Hamburger Trendbüros ergab, dass 77 Prozent der befragten Personen den Unternehmen, die ethisch korrekte Produkte herstellen, ein höheres Grundvertrauen entgegenbringen.

Wer auf biologische Herstellung, klimafreundliche Produkte, faire Arbeitsbedingungen und gerechte Entlohnung achtet, also eine verantwortungsvolle Unternehmenspolitik betreibt, kann sich damit also einen Wettbewerbsvorteil im Kampf um die Gunst der Konsumenten erarbeiten.

Ein Bioprodukt hier oder eine Charity-Maßnahme dort reichen hingegen nicht, um langfristig als glaubwürdig vom Verbraucher wahrgenommen zu werden. In Zeiten digitaler Kommunikation wird das (ethische) Handeln der Unternehmen vom kritischen, vernetzten Konsumenten immer häufiger und schneller auf „Greenwashing“ hin überprüft. Unternehmen sollten sich also an Versprechen, die sie machen, halten. Beziehungen basieren auf Integrität, Kontinuität und einer übereinstimmenden Werthaltung. Erst so kann Vertrauen entstehen. Werte sind in der DNA und Kultur eines Unternehmens festgeschrieben. „Doing good“ rückt damit von der Peripherie der CSR-Abteilung zunehmend ins Zentrum des Unternehmens (vgl. Werteindex ). Prof. Peter Wippermann: „In der Netzwerkökonomie entscheiden Beziehungen und gemeinsam geteilte Werte über den Erfolg von Unternehmen.“

Über die Trendstudie

Die Ergebnisse sind Teil der Trendstudie, die im September 2011 gemeinsam mit dem Nachhaltigkeitsbericht der Otto Group veröffentlicht wird. Nach 2007 und 2009 ist dies die dritte Otto Group Trendstudie zum ethischen Konsum. Die Trendstudie 2011 beschäftigt sich mit den Themen Verbrauchervertrauen im Zusammenhang mit ethischem Konsum. Für die Studie wurde eine repräsentative Verbraucherbefragung bei 1.000 Personen durchgeführt (Befragungszeitraum: März 2011).

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