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Zahl der Autobahnbaustellen geht zurück

Die Bautätigkeit auf den Autobahnen in Deutschland nimmt ab und damit auch die Zahl der baustellenbedingten Verkehrsstörungen. Wie der ACE Auto Club Europa am Mittwoch in Stuttgart berichtete, werden derzeit auf einer Gesamtstrecke von mehr als 1.548 Kilometern die Fahrbahnen erneuert und ausgebaut. Das sind 268 Streckenkilometer weniger als vor drei Wochen.

Die Zahl der Baustellen ging im selben Zeitraum von 551 um 101 auf 450 und damit um mehr als 18 Prozent zurück. Dennoch wird derzeit mehr gebaggert und asphaltiert als dies im Vorjahresmonat der Fall war. Gegen Ende Juni 2010 zählte der ACE 419 Autobahnbaustellen, das waren 31 weniger als heute. Der Club schließt nicht aus, dass während der Sommerferien die Bautätigkeit wieder merklich hoch gefahren wird.

An den Engstellen im Bereich von Autobahnbaustellen entwickeln sich täglich zusammengenommen mehr als 300 Kilometer lange Staus, schätzt der ACE. Aufs Jahr gerechnet sind die durch Baustellen verursachten Staus demnach insgesamt rund 110.000 Kilometer lang. Diese Autoschlange könnte theoretisch etwa zweiunddreiviertelmal um den Erdball gewickelt werden. Die durch Bautätigkeit hervorgerufenen Verkehrsbehinderungen lassen sich nach Ansicht des ACE zwar begrenzen, etwa im Zuge eines besseren Baustellenmanagements, es sei aber nicht möglich, sie völlig zu vermeiden. Deutschland verfügt laut ACE als starker Wirtschaftsstandort und als wichtiges Transitland über ein alles in allem gutes Autobahnnetz. Wer wolle, dass das so bleibt, müsse die Infrastruktur erhalten und bei unabweisbarem Bedarf ausbauen. Der Anteil von Baustellen am gesamten Autobahnnetz beträgt derzeit ? beide Richtungsfahrbahnen eingerechnet ? 7,39 Prozent (Anfang Juni 2010 waren es 7,03 Prozent).

Die von Bautätigkeit am stärksten betroffene Autobahn ist immer noch die A40 in beide Fahrtrichtungen. Die 94,0 Kilometer lange Autobahn ist zu 78 Prozent mit Baustellen belastet. Kraftfahrern bleibt lediglich eine rund 21,1 Kilometer lange Strecke ohne Baustellen.

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