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DHL mit Katastrophenvorsorge an Flughäfen in Bangladesh

Mit dem Trainingsprogramm „Get Airports Ready for Disaster“ (GARD) bereitet Deutsche Post DHL im Juni den Flughafen in der Hauptstadt Dhaka und den Flughafen von Chittagong in Bangladesh auf die logistischen Anforderungen nach einer Naturkatastrophe vor. Das Ziel des Trainings: die logistischen Rahmenbedingungen zu verbessern, damit der Flughafen im Notfall nicht zum Nadelöhr für Hilfslieferungen wird wenn ad hoc internationale Hilfsgüter in großen Mengen eintreffen.

Nach Training in Indonesien und Nepal ist Bangladesh das dritte Land, in dem das weltweit führende Transport- und Logistikunternehmen das Programm durchführt. Während des viertägigen Trainings werden die Voraussetzungen vor Ort geprüft, Flughafen- und Behördenmitarbeiter geschult und detaillierte Notfallpläne erarbeitet.

GARD wurde gemeinsam mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) insbesondere für das Flughafenpersonal, lokale Sicherheitskräfte und Vertreter der nationalen Katastrophenbehörden entwickelt. Das Programm ist 2009 aus der Erfahrung entstanden, dass gefährdete Regionen und Flughäfen schon bevor eine Naturkatastrophe eintritt, auf die Situation danach vorbereitet werden müssen, um im Ernstfall schnell auf die logistischen Herausforderungen reagieren zu können.

„Unsere Erfahrungen in der Katastrophenhilfe zeigen uns, dass eine effiziente Logistik an den Flughäfen entscheidend ist, um den Menschen in Not schnell zu helfen“, sagt Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post DHL. „Bei der GARD-Initiative geben wir unser Logistikwissen unabhängig von einer Katastrophe an örtliche Behörden weiter. So ergänzt GARD sinnvoll unsere regelmäßigen Einsätze kurz nach Naturkatastrophen.“

Die Trainer des GARD Programms sind Logistikexperten und Experten für Trainingsprogramme der Deutschen Post DHL, die teilweise bereits als Freiwillige in dem Katastrophenhilfeprogramm des Konzerns tätig sind. Sie werden sowohl in der Hauptstadt Dhaka und in Chittagong im Süden Bangladeshs die Trainings durchführen und schulen dabei rund 20 Teilnehmer. Neben dem jeweiligen Flughafenpersonal nehmen auch Sicherheitskräfte und Militärangehörige am Training teil. Vertreter von UN Organisationen wie World Food Programme und des Internationalen Komitees des Roten Kreuz sind ebenfalls als wichtiger Partner vor Ort.

„Für viele weltweit steht Bangladesh als Synonym für Katastrophen. Dabei hat das Land eine starke Tradition, natürlichen Gefahren zu begegnen und ist heute anerkannt als ein Vorreiter im Katastrophenmanagement, “ sagt Robert Juhkam, Länderdirektor von UNDP Bangladesh. „UNDP hat seit den frühen 1990’er Jahren Hand in Hand mit der Regierung von Bangladesh beim Aufbau einer Katastrophenmanagementkapazität zusammengearbeitet und ist ein Schlüsselfaktor bei der Koordinierung von Notfallschutz und Prävention. Die Wichtigkeit von Flughäfen unmittelbar nach einer Naturkatastrophe kann man nicht unterschätzen.“

Das GARD Training setzt sich aus einer Bestandsaufnahme vor Ort, der Erfassung des vorhandenen Personals, der Hilfsmittel und der Situation rund um das Flugfeld zusammen. Besonderer Fokus liegt zum Beispiel auf den Lagermöglichkeiten für Hilfsgüter, die genutzt werden können und weiterhin, ob genügend Gabelstapler, Paletten, Handschuhe oder Boxen zur Verfügung stehen. In Workshops werden zusammen mit den örtlichen Teilnehmern die Ergebnisse evaluiert und Notfallpläne erstellt. Zudem erfahren die lokalen Kräfte, wie sie die Logistik effektiver gestalten können, wenn nach einer Naturkatastrophe große Mengen an Hilfsgütern der internationalen Gemeinschaft am Flughafen eintreffen. Die Teilnehmer aus Bangladesch sollen nach dem Training ihren Notfallplan selbst regelmäßig aktualisieren und mit lokalen Nichtregierungsorganisationen, der Regierung und Flughafenbehörden eine Krise vorbereiten. GARD wird im Rahmen des „Comprehensive Disaster Management P

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