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Transport wird grüner

Mehr als 80 Experten und Unternehmer der Transport- und Logistikbranche diskutierten vergangenen Donnerstag und Freitag beim Symposium „Was uns bewegt?“ über die Zukunft und die Chancen auf dem europäischen Güterverkehrsmarkt. „Die Krise ist eine Chance für neue Verkehrskonzepte“, sagte Verkehrsforscher Dr. Gernot Liedtke zum Auftakt der Veranstaltung des Aufliegerherstellers Schmitz Cargobull.

Kombinierte Verkehre, intelligente Verkehrssteuerung und tageszeitabhängige Maut nannte er als einige Stichworte. Mit Best-Practice-Beispielen zeigten Schienenverkehrsanbieter Karl Michael Mohnsen (TX Logistik) und Automotive-Logistiker Rainer Vosbeck (Gillhuber Logistik) den Führungskräften aus Produktion, Handel und Logistik zukunftsfähige Lösungen auf. ?Wir wollen im Austausch mit unseren Kunden und Experten neue Denkanstöße fürs Tagesgeschäft geben und gewinnen“, sagt Gastgeber Ulrich Schöpker. Der Vorstand Vertrieb der Schmitz Cargobull AG wünscht sich daher einen regen Informationsaustausch während der zweitägigen Fachtagung.

Auf eine enge Verknüpfung des Schienen- und Straßengütertransportes setzt auch der private Schienenverkehrsanbieter TX Logistik AG aus Bad Honnef. „Ab einer Strecke von ca. 800 Kilometern ist die Schienengüterverkehr wirtschaftlic“, warb TX-Vorstandsvorsitzender Karl Michael Mohnsen. Er sieht sich dabei keineswegs als Konkurrenz der Spediteure sondern als Partner. Mohnsen: „Wir entwickeln zusammen mit den Kunden sichere und damit wirtschaftliche Lösungen, die auch Antworten auf die Nachfrage nach Green Logistics geben.“

Stand- und Ladezeiten zu lang

„Bei neun Stunden kommen unsere Fahrer im regionalen Werksverkehr teilweise auf nur vier Stunden Fahrzeit“, berichtet Rainer Vosbeck. Vor allem bei Stand- und

Ladezeiten sieht der Logistikdienstleister von der Gillhuber Logistik GmbH daher noch Potenzial für optimierte Lieferprozesse beispielsweise in der Automobilindustrie.

Mit stark gewichtsreduzierten Fahrgestellen, extrem leicht und schnell zu öffnenden Fahrzeug-Planen und kraftstoffsparenden Aufliegern lieferte Dr. Jörg Ebert, Vorstand Forschung und Entwicklung der Schmitz Cargobull AG, reichlich Gesprächsstoff. „Für die Erprobungsphase der Lang-Lkw haben wir ein neues Konzept-Fahrzeug mit gelenkten Achsen entwickelt, dass extrem wendig ist und auch den in Deutschland vorgeschrieben BO-Kraftkreis einhält.“ Außerdem ist der so genannte Link-Trailer (Zugfahrzeug mit 7,82 Meter-Aufbau) auch für die Innenstadtbelieferung einsetzbar.

Von den neuen Fahrzeug-Konzepten konnten sich die Symposiumsteilnehmer im Rahmen einer Führung durch das Cargobull-Test-Center und die Produktion in Altenberge auch praktisch einen Eindruck verschaffen. „Fahren Sie selbst und Sie werden überrascht sein, wie einfach diese recht großen Fahrzeuge zu steuern sind“, lud Moderator Gerd Rohrsen die Tagungsgäste ein. Im in der Branche einmaligen Cargobull Validation Center (CVC) simuliert der führende Trailerhersteller auf einem Prüfstand innerhalb von sechs Wochen die Belastung, die ein Fahrzeug beim Einsatz auf einer Million Kilometer aushalten muss.

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