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RFID in der Laborproduktion von Orchideen

Die Orchidee gilt als Königin der Blumen; unzählige Arten werden weltweit kultiviert. In Deutschland ist die I. + A. Hark Orchideen GmbH ein ausgewiesener und preisgekrönter Spezialist für die Laborproduktion von Orchideen. Da die Herstellung äußerst aufwendig und teuer ist, darf es bei der Vielfalt an unterschiedlichen Farben und Formen zu keinen Verwechslungen oder Fehlern bei den Laborbechern kommen.

Zur Identifikation der Becher setzt Hark bereits ein System ein, bei dem jedes Gefäß mit einem Barcode-Etikett gekennzeichnet wird. Um auch die Nährbodenproduktion besser zu überwachen, startete Hark ein Versuchsprojekt mit RFID-Technik. Unterstützung holte sich das Unternehmen dafür von der AISCI Ident GmbH. Der Auto-ID-Experte wählte die geeignete Hardware aus und führte eine entsprechende Testinstallation durch.

„Eine erfolgreiche Laborvermehrung beginnt bereits bei der Herstellung der Nährböden. Die Qualität der Nährmedien ist für das Wachstum der Pflanzen extrem wichtig. Deshalb werden sie auf die jeweilige Orchideenart abgestimmt hergestellt und nach der Abfüllung in einem klimatisch kontrollierten Becherlager bevorratet“, erklärt Karl Heinz Lapornik, Vertriebsleiter bei der I. + A. Hark Orchideen GmbH. Bisher wurde die Nährbodenproduktion und -lagerung nicht durch die firmeneigene EDV erfasst. Das Barcode-System kommt erst zum Einsatz, wenn die Orchideen in die Vermehrungsbecher gesetzt werden. Deshalb suchte Hark eine praktikable Lösung, um Transparenz über den Nährbodenvorrat sowie die Verteilung an die Produktion zu erreichen. „RFID schien hier eine geeignete Möglichkeit zu sein. Da AISCI uns bereits seit acht Jahren mit Barcode-Hardware unterstützt, haben wir uns mit der Idee direkt an das Unternehmen gewandt“, erläutert Bernd Kusch, Geschäftsführer von Kusch IT und bei Hark für die EDV verantwortlich.

In zwei Laborküchen bereiten die Mitarbeiter die Nährmedien zu und füllen sie anschließend in vier weiteren Räumen unter sterilen Bedingungen ab. Danach werden die Becher auf eins der insgesamt sechs klimatisierten Lager verteilt. Für den Transport nutzt Hark Kunststoffkisten, in denen bis zu 27 Becher einer Nährbodenart Platz finden. Bis zu sieben Kisten können die Mitarbeiter gestapelt auf einem Rollwagen führen. ?Der Weg aus der Abfüllung zu den einzelnen Becherlagern bot sich aus unserer Sicht für die Erfassung gut an. Deshalb überlegten wir, die Kunststoffkisten mit einem RFID-Tag zu versehen?, erinnert sich Bernd Kusch.

Aufgabenstellung und Umsetzung

Die Kennzeichnung der Kunststoffboxen stellte AISCI bei der Zusammenstellung der Hardwarekomponenten gleich vor mehrere Aufgaben: „Eine Herausforderung war, die gewünschte Lesereichweite trotz der feuchten Nährböden zu erreichen. Flüssigkeiten absorbieren die Funkwellen und können die Kommunikation zwischen Transponder und Lesegerät empfindlich stören“, erklärt Thomas Behr, Projektverantwortlicher bei der AISCI Ident GmbH. Außerdem sollten die RFID-Tags nur an einer Seite der Kisten angebracht werden. Dabei musste AISCI sicherstellen, dass die Kisten zuverlässig erkannt werden, unabhängig davon, in welcher Richtung der Rollwagen an der Lesestelle vorbeigeschoben wird. Neben diesen zentralen Punkten war für Hark auch die Reduktion der Strahlungsbelastung ein wichtiges Thema. Das System sollte die sichere Erfassung der Transponder gewährleisten, gleichzeitig aber die Strahlungsreichweite möglichst gering halten. „Davon abgesehen spielte für uns auch die Investitionssicherheit im Bezug auf die Technik und eine optimale Anbringung der Komponenten eine wichtige Rolle“, führt Bernd Kusch an.

All diese Kriterien bildeten die Analysebasis für die Hardwareauswahl und die anschließende Testinstallation bei Hark. Aufgrund der räumlichen und produktspezifischen Anforderungen wurde für die

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