Newsticker

Kühne + Nagel-Gruppe: Halbjahresergebnis 2011

Die Kühne + Nagel-Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2011 in allen Geschäftsbereichen ein über dem Markt liegendes Wachstum. Trotz signifikanter negativer Währungseffekte verbesserte sich der Reingewinn um 11,0 Prozent (währungsbereinigt um 26,7 Prozent) auf CHF 312 Mio. Das Betriebsergebnis (EBITDA) stieg um 5,7 Prozent (währungsbereinigt um 20,4 Prozent) auf CHF 502 Mio. an, während der Umsatz mit CHF 9.786 Mio. währungsbedingt leicht unter Vorjahresniveau lag.

„Die Kühne + Nagel-Gruppe realisierte im ersten Halbjahr 2011 eine starke Geschäfts- und Ertragsentwicklung, obwohl sich im Markt die Wachstumsdynamik im Laufe des zweiten Quartals 2011 abschwächte und die Resultate durch die Stärke des Schweizer Frankens negativ beeinflusst wurden“, sagte Reinhard Lange, CEO der Kühne + Nagel International AG.

Seefracht

Mit der Erhöhung des Transportvolumens um 12 Prozent gelang es Kühne + Nagel im ersten Halbjahr 2011, doppelt so schnell zu wachsen wie der Markt (circa 6 Prozent). Die grössten Zuwächse wurden bei den Exporten von Europa nach Nordamerika und Asien und von Asien nach Südamerika und Nah-/Mittelost erzielt. Die Volumensteigerung in Kombination mit hoher Kosteneffizienz liess die EBITDA-Marge im Verhältnis zum Rohertrag von 34,5 auf 35,2 Prozent ansteigen und einen neuen Höchstwert erreichen. Das Betriebsergebnis verbesserte sich bei erheblichen Investitionen in Wachstumsprojekte um 7,8 Prozent.

Luftfracht

In der Luftfracht steigerte Kühne + Nagel seine Tonnage um 18 Prozent, obwohl der Markt im zweiten Quartal einen gravierenden Rückgang der Transportmenge zu verbuchen hatte und infolgedessen im Halbjahresvergleich nur noch um circa 2 Prozent zulegte. Die überdurchschnittliche Performance von Kühne + Nagel ist zum einen auf die durch Akquisitionen in Südamerika verstärkten Aktivitäten im Perishables- (Frischwaren) Bereich zurückzuführen, zum anderen auf die erhöhte Nachfrage auf den Routen von Europa nach Nordamerika und nach Asien. Ebenfalls erwähnenswert sind die Zuwächse bei den Exporten von Nordamerika nach Europa und Südamerika, wogegen das Auftragsvolumen in den Verkehrsrelationen von Asien nach Europa hinter den Erwartungen zurückblieb. Produktivitätssteigerungen und striktes Kostenmanagement hatten einen massgeblichen Anteil an der Verbesserung der EBITDA-Marge im Verhältnis zum Rohertrag von 29,2 auf 32,6 Prozent. Das Betriebergebnis erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr um 22,9 Prozent.

Landverkehre

Der gut vorankommende Ausbau der Aktivitäten in den Bereichen Stückgut, Teil- und Komplettladung spiegelt sich im Nettoumsatz wider, der sich währungsbereinigt um 21,4 Prozent erhöhte. Zum Anstieg des Sendungsvolumens hat die seit April 2011 konsolidierte Firma RH Freight, die auf europäische Stückgutverkehre spezialisiert ist, rd. 10 Prozent beigetragen. Während sich die Ergebnisse in Westeuropa deutlich verbesserten, ist der Rückgang des Betriebsergebnisses der Sparte um 6,9 Prozent auf die Investitionen in den organischen Aufbau von Landverkehrsaktivitäten in Ländern wie Polen und China zurückzuführen. Die EBITDA-Marge lag bei 1,8 Prozent (Vorjahr 2,1 Prozent).

Kontraktlogistik

In der Kontraktlogistik erhöhte sich der Nettoumsatz währungsbereinigt um 5,4 Prozent. Durch die zunehmende Konzentration der Lageraktivitäten an grösseren Logistikstandorten und Neugeschäfte konnte die Auslastung der Kapazitäten auf 94 Prozent gesteigert werden. Dank verbesserter Produktivität blieb die EBITDA-Marge auf Vorjahresniveau; das Betriebsergebnis erhöhte sich währungsbereinigt um 6,5 Prozent.

Ausblick

„Eine verlässliche Prognose für die konjunkturelle Entwicklung im zweiten Halbjahr ist mit Blick auf die Schuldenkrise und Währungssituation in Europa sowie die volatile Wirtschaftsentwicklung auf den Weltmärkten derzeit nicht möglich“, sagte Karl Gernandt,

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*