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Bürstner Mobil-Homes reisen erstmals per Schiff nach Norwegen

Einer der größten Reisemobilhersteller Europas, die Bürstner GmbH aus Kehl, lässt erstmals seine Produkte auch per Binnenschiff transportieren. Als Logistikpartner organisierte Wincanton Intermodal in Kehl dieses Vorzeigeprojekt.

Ein wichtiger Meilenstein für die Caravaning-Branche zur Verlagerung von Gütern von der Strasse auf das umweltfreundliche Schiff war die Verladung von 11 Mobil-Heimen der Fa. Bürstner nach Norwegen. Die Bürstner GmbH aus Kehl ist hauptsächlich als Hersteller von Wohnmobilen und Wohnwagen bekannt. Mit ihren Mobilheimen, also fertigen Wohnhäusern, die per LKW an ihren endgültigen Bestimmungsort- meist Campingplätze und Feriendörfer- transportiert werden, hat Bürstner frühzeitig den Trend erkannt und ist erfolgreich in diesem wachsenden Markt tätig.

Auch für Wincanton zeichnet sich hier ein klarer Trend ab: immer mehr Verlader oder deren Kunden wollen die Möglichkeiten des umweltverträglicheren Transportes ausschöpfen und lassen sich von Spezialisten wie Wincanton Intermodal beraten. So auch Bürstner und dessen Kunde in Norwegen. Skandinavien ist ein Vorreiter in Sachen Ökobilanz von Produkten. Die Nachhaltigkeits-Qualität wird nicht nur am Produkt selbst, sondern an seinem gesamten Lifecycle gemessen. Hier spielt also die Reduzierung von C0² eine nicht unwesentliche Rolle.

Die 11 Mobil-Heime hatten jeweils eine Länge von 12.00 m und eine Breite von 3,70 m. In Kehl wurden die je fünf Tonnen schweren Mobilheime in ein Binnenschiff und in Amsterdam in ein Ro/Ro -Schiff verladen. „Ein absolutes Pilotprojekt“ erklärt Hans-Joachim Hübbe, Abteilungsleiter bei Wincanton Intermodal in Kehl. „Für den Umschlag in und aus dem Binnenschiff musste erst ein spezielles Verladegeschirr entwickelt und gebaut werden, welches die Mobilheime sicher aufnehmen und heben konnte“.

Alle Mobilheime erreichten schneller, als es per LKW möglich gewesen wäre, ihre Bestimmungshäfen Haugesund, Bergen und Alesund. Die Fa. Bürstner zeigte sich sehr zufrieden und plant weitere Verladungen per Binnenschiff. Der Transport auf der Strasse würde wegen der Überbreite der einzelnen Einheiten spezielle Genehmigungen und Polizeibegleitung erforderlich machen, die Verschiffung sei die deutlich praktischere Lösung, da man 11 Sondertransporte über die Strasse mit circa 20.000 LKW-Kilometern einsparen konnte.

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