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Neuer Umsatzrekord auf dem Frankfurter Logistikmarkt

Im ersten Halbjahr 2011 wurden im Frankfurter Marktgebiet (inklusive Umland) insgesamt 252.000 Quadratmeter Logistik- und Lagerflächen umgesetzt. Damit wurde das Ergebnis des Vorjahreszeitraums verdoppelt. Zudem ist dies das beste Resultat der vergangenen zehn Jahre, wie die Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) ergibt.

„Insbesondere im zweiten Quartal war das Marktgeschehen sehr lebhaft und es wurden deutlich mehr Verträge abgeschlossen als zu Jahresbeginn“, so Hans-Jürgen Hoffmann, Bereichsleiter Industrial Investment & Services von BNP Paribas Real Estate. „Zudem haben einige großflächige Abschlüsse, wie zum Beispiel der einer Spedition in Raunheim mit 51.000 Quadratmetern, nicht unerheblich zu diesem hervorragenden Flächenumsatz beigetragen.“ Frankfurt profitiert dabei nicht nur von der positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, sondern insbesondere auch von dem wieder wachsenden Luftfrachtaufkommen, das bereits 2010 bundesweit um 21 Prozent zugelegt hat und immer noch weiter wächst. Wesentlich beeinflusst wurde das Ergebnis auch durch den spürbar gestiegenen Anteil der Eigennutzer (knapp 30 Prozent), der im Vorjahreszeitraum bei lediglich 19 Prozent lag.

Aufgrund der guten Nachfrage hat sich das vorhandene Angebot weiter reduziert. Dies gilt nicht nur für leer stehende Bestandsflächen, sondern vor allem auch für Grundstücke, die für Logistikansiedlungen genutzt werden können. Da mehrere Eigennutzer große Liegenschaften erworben haben, sind die Angebote in diesem Marktsegment deutlich gesunken. Der Anteil an großen, modernen Logistikflächen, insbesondere in den bevorzugten Lagen rund um den Flughafen, hat sich ebenfalls weiter verringert.

Spitzenreiter bei den Branchengruppen sind die Logistikdienstleister (62 Prozent), gefolgt von den Handelsunternehmen (gut 29 Prozent), die von der unverändert guten Konjunkturlaune in Deutschland profitieren und ihre Lagerkapazitäten ausweiten müssen. Alle übrigen Branchengruppen spielen nur eine untergeordnete Rolle und kommen auf Anteile von maximal 5 Prozent. Flächen mit moderner Ausstattungsqualität stehen mit gut 72 Prozent am Gesamtumsatz mit Abstand an der Spitze aller Marktsegmente. Dies liegt daran, dass viele große Abschlüsse von Eigennutzern getätigt wurden, die selbst bauen, und Projektentwickler erst nach Abschluss eines Mietvertrages mit dem Bau der Flächen beginnen. Die Konzentration auf hochwertige Lagerflächen hat damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum (68 Prozent) leicht zugenommen. Liegenschaften mit durchschnittlicher Qualität kommen auf einen Anteil von knapp 17 Prozent, einfache Flächenqualitäten sind mit 11 Prozent am Umsatz beteiligt.

Spitzenmieten stabil ? Positive Prognose

Die Spitzenmiete ist Anfang des Jahres um knapp vier Prozent auf 5,70 Euro pro Quadratmeter gestiegen, im zweiten Quartal 2011 blieb sie stabil. Im Einzelfall könnten aber für kleinere Neubauflächen mit außergewöhnlicher Lage- und Flächenqualität auch etwas höhere Mieten realisiert werden. Darüber hinaus steigen die Preise im direkten Flughafenumfeld, vor allem in der CargoCity, teilweise an, da hier eine wirtschaftliche Entwicklung moderner Logistikflächen aufgrund der hohen Grundstückspreise sonst nicht darstellbar wäre.

„Auch im zweiten Halbjahr spricht vieles für eine lebhafte Nachfrage“, meint Hans-Jürgen Hoffmann. „Vor allem aufgrund der guten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit sinkender Arbeitslosigkeit, einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts und steigenden Im- und Exporten ist mit einem regen Marktgeschehen zu rechnen. Ob allerdings ein vergleichbares Ergebnis erreicht werden kann wie in den ersten sechs Monaten, bleibt abzuwarten. Trotzdem zeichnet sich bereits ab, dass der Flächenumsatz 2011 die Ergebnisse der vergangenen Jahre deutlich übertreffen wird. Vor dem Hintergrund, dass neue Logistik- und Lagerflächen nach wie vor kaum spek

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