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Sievert erhält Folgeauftrag für privates Autobahnprojekt in Dänemark

Die Arbeiten an Dänemarks erstem privaten Autobahnprojekt laufen auf Hochtouren: Gut ein Jahr nach Baubeginn sind alle Brücken sowie eine erste Anschlussstelle der 25 Kilometer langen Trasse von Kliplev bis Sønderborg fertig gestellt. Zentrale Herausforderung bleibt die Stabilisierung des Untergrunds für die Fahrbahn. Hierfür hat jetzt die Sievert Handel Transporte GmbH (sht) mit Hauptsitz im westfälischen Lengerich einen Folgeauftrag erhalten.

Bis September 2011 wird der Transport- und Logistikdienstleister über sein Tochterunternehmen i4 Transportation GmbH & Co. KG (i4T) rund 20.000 Tonnen Kalk als hydraulisches Bindemittel zusätzlich an die Baustelle geliefert haben. Das Besondere daran: Die Transporte erfolgen im kombinierten Verkehr, wodurch der Kalk zu 90 Prozent auf der Schiene befördert wird. „Grund für den Folgeauftrag war vor allem die Flexibilität der intermodalen Transporte in den vergangenen Monaten“, sagt Alexander Kanovsky, technischer Direktor der Kliplev Motorway Group (KMG). Selbst bei raschen Wetteränderungen habe die Anlieferung von Kalk und Zement kurzfristig umdisponiert werden können. Zudem sei es möglich gewesen, an den unterschiedlichsten Stellen der Baustelle die speziellen Silocontainer der i4T als Zwischenlager zu nutzen.

Als verantwortliche Betreibergesellschaft hatte die KMG das Tochterunternehmen der sht im vergangenen Jahr mit der kompletten Baustofflogistik für das Autobahnprojekt beauftragt. Gegenstand war die Anlieferung von rund 50.000 Tonnen Zement und 60.000 Tonnen Kalk aus dem Harz, dem Rheinland sowie aus Thüringen.

Der Vergabe des Erstauftrages ging eine genaue Prüfung der Angebote verschiedener Transport- und Logistikdienstleister voraus. Neben den wirtschaftlichen und fachlichen Voraussetzungen war insbesondere die CO2-Bilanz der jeweiligen Transportlösung von zentraler Bedeutung. „Bereits in der Planungsphase haben wir uns darauf konzentriert, die Belastungen für die Umwelt auf ein Minimum zu reduzieren“, sagt Kanovsky. Es sei daher klar gewesen, dass intermodale Transportlösungen den Vorzug vor reinen Straßentransporten bekommen sollten. Die Wahl fiel deswegen nicht zufällig auf die sht: „Das Unternehmen hatte uns ein schlüssiges Logistikkonzept, eine überzeugende CO2-Bilanz sowie eine eindrucksvolle Projekthistorie präsentiert“, urteilt Kanovsky.

Für sht-Geschäftsführer Manfred Himmelbach war die Aufgabenstellung nicht neu: „Viele Verlader würden gerne intermodale Transporte durchführen, scheuen aber die Organisation des Vor- und Nachlaufs sowie die Suche nach geeigneten Containerterminals für die Be- und Entladung.“ Genau aus diesem Grund habe die sht, welche schon die Zementanlieferung für den Ausbau der neuen Start- und Landebahn am Frankfurter Flughafen sowie das Vorfeld der Ramstein Air Base verantwortete, grenzüberschreitende Door-to-Door-Lösungen speziell für die verladende Industrie entwickelt.

Beim Autobahnprojekt in Dänemark wurden somit laut Himmelbach rund vier Millionen Lkw-Kilometer (820 Tonnen CO2) eingespart. Kern der intermodalen Logistiklösung ist eine Transportkette in Eigenregie, welche auf einen kurzen Vor- und Nachlauf per Lkw sowie auf einen langen Hauptlauf per Zug setzt. Um die Verladezeiten möglichst kurz zu halten, wird der überwiegende Teil der Rohstoffe in speziellen Silocontainern transportiert. Diese können binnen weniger Minuten sowohl auf Waggons als auch auf Lkw-Trailern abgesetzt und zudem vor Ort als Lagerstätte genutzt werden. Die Vorteile für die Verlader liegen nach Ansicht von Himmelbach vor allem in den Bereichen Effizienz und Sicherheit: „Im Verbund mit der Logistiksparte der Sievert Baustoffgruppe können wir nicht nur einen äußerst wirtschaftlichen Vor- und Nachlauf organisieren, sondern auch kurzfristig einen Zusatzverkehr auf der Straße einrichten, wenn es zu Engpä

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