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Staatssekretär Bomba: Zwei Tage aus der Brummi-Perspektive

„Wer täglich Entscheidungen trifft, muss die Praxis kennen“, so Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Aus diesem Grund absolviert der 47jährige Spitzenpolitiker jährlich ein Praktikum in der Wirtschaft.

Nach Stationen am Hochofen einer Stahlgießerei, als Mitarbeiter im Straßenbau oder als „Edelazubi“ bei der Bundesanstalt für Straßenwesen, hat Bomba in diesem Jahr bei der Internationalen Oscar Herzig GmbH hospitiert. Dort erlebte er im Führerhaus eines 40-Tonners den Alltag der Brummi-Fahrer auf Deutschlands Straßen. Fazit: „Ich habe Hochachtung vor diesem verantwortungsvollen Beruf, der von unseren Berufskraftfahrern alles abverlangt“, sagte Bomba.

„Das war ein interessanter Perspektivwechsel zu meiner täglichen Arbeit als Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Besonders interessant fand ich, mitzuerleben, wie die Suche nach freien Lkw-Stellplätzen in der Praxis aussieht. Wir werden den Ausbau der Stellplätze auf jeden Fall weiter vorantreiben. Von den geplanten 11.000 zusätzlichen Lkw-Stellplätzen hatte der Bund bereits Ende 2010 die Hälfte realisiert. Die restlichen Stellplätze sollen bis Ende 2012 folgen“, so Staatssekretär Bomba nach seinem zweitägigen Praktikum. Dies wurde von BGL-Präsident Grewer ausdrücklich anerkannt. „Allerdings rechnen wir damit, und dies deckt sich mit der Meinung der Verkehrsexperten, dass sich das Verkehrswachstum im Transitland Deutschland weiter fortsetzen wird. Daher müssen nach unserer Schätzung bis 2015 Investitionsmittel für weitere 10.000 bis 12.000 Stellplätze bereit gestellt werden“, sagte Grewer.

„Ich freue mich, dass Staatssekretär Bomba sich die Zeit genommen hat, zwei Tage auf dem Bock zu sitzen, um den Alltag unserer Brummi-Fahrer hautnah mitzuerleben,“ sagte Claus-Oscar Herzig, der Inhaber der Spedition Herzig GmbH in Eichenzell.

Staatssekretär Bomba hatte in den vergangenen zwei Tagen die allabendliche Suche der Lkw-Fahrer nach einem freien Platz zum Absolvieren der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten miterlebt. Zudem müssen die Fahrer nach 4? Stunden Lenkzeit eine Lenkzeitunterbrechung von 45 Minuten einlegen. Das darf aus Verkehrssicherheitsgründen nicht dazu führen, dass Lkw auf Zufahrten zu Parkplätzen und Raststätten geparkt werden, waren sich Staatssekretär Bomba und Verbandspräsident Grewer einig.

„Der Bund setzt sich – gemeinsam mit den Ländern – für bessere Arbeitsbedingungen der Lkw-Fahrer ein. Das steht auch im Interesse für mehr Sicherheit auf unseren Straßen. Denn nur ausgeruhte Lkw-Fahrer sind sichere Lkw-Fahrer. Zusätzliche Parkplätze garantieren, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten eingehalten werden können“, sagte Staatssekretär Bomba.

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