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Deutsche Post entwickelt eigenes Elektroauto

Die Deutsche Post und die StreetScooter GmbH entwickeln gemeinsam mit namhaften Forschungs- und Industriepartnern ein Konzept für ein zukunftsweisendes Elektroauto speziell für die Brief- und Paketzustellung.

Weiterhin sind namhafte Institute der RWTH Aachen am Projekt beteiligt. Das Ziel der Kooperation ist es, ein vollkommen neues Zustellfahrzeug zu schaffen, das die besonderen Anforderungen der Deutschen Post hinsichtlich Alltagstauglichkeit im Betrieb und Wirtschaftlichkeit erfüllt und zudem vollständig emissionsfrei unterwegs ist. Auf Basis der bereits bestehenden „StreetScooter Plattform“, die von der StreetScooter GmbH, einem Spin-Off aus dem Umfeld der RWTH Aachen, konzipiert wurde, soll bis zum Herbst 2012 ein fahrbereiter Prototyp entstehen.

„Umweltschutz ist ein erklärtes Ziel der Deutschen Post DHL. Als Betreiber einer der größten Fahrzeugflotten in Deutschland haben wir daher ein besonderes Interesse, emissionsfreie und dabei wirtschaftliche Fahrzeuge einzusetzen, die auch den harten Belastungen des Postalltags gewachsen sind“, so Jürgen Gerdes, Briefvorstand der Deutschen Post DHL. „Mit der StreetScooter GmbH und ausgewählten Instituten der RWTH Aachen haben wir kompetente Partner gefunden, um gemeinsam ein solches maßgeschneidertes Zustellfahrzeug für die Deutsche Post zu entwickeln und produzierbar zu gestalten.“

„Streetscooter ist ein Fahrzeug, mit dem Unternehmen rechnen können – und nachhaltig wirtschaftliche Werte erreichen“, sagt Professor Dr. Achim Kampker, Geschäftsführer der StreetScooter GmbH. Das neu zu entwickelnde Elektrofahrzeug für die Brief- und Paketzustellung der Deutschen Post muss bis zu 200 Stopps und Anfahrvorgänge bewältigen und bis zu 300 Tage im Jahr im Einsatz sein. Das Fahrzeug muss genügend Ladevolumen für die Briefe und Pakete haben und außerdem über eine robuste Ausstattung verfügen, die allen Sicherheitsanforderungen entspricht. Die aktuell auf dem Markt vorhandenen Elektrofahrzeuge erfüllen diese Anforderungen zum Teil und sind in der Produktion noch nicht wirtschaftlich. Das speziell für die Deutsche Post konzipierte Fahrzeug muss keine hohe Geschwindigkeiten fahren und ist speziell für Kurzstrecken konzipiert. In einer ersten Phase bis Anfang 2012 soll zunächst ein Konzept für das Fahrzeug erstellt werden, dass die postspezifischen Anforderungen erfüllt. Auf der Grundlage dieses Konzeptes wird dann der Prototyp erstellt und danach über eine mögliche Serienproduktion entschieden.

Das gemeinsame Projekt von Deutsche Post, StreetScooter GmbH und Instituten der RWTH Aachen ist Teil des konzernweiten Umweltschutzprogramms GoGreen der Deutsche Post DHL, das als wichtiges Element die Erprobung und den Einsatz von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben vorsieht. Die Deutsche Post DHL ist Vorreiter in der Nutzung von Elektromobilität und fördert bereits aktiv die Forschung und Nutzung in Projekten mit verschiedenen Automobilherstellern. Aktuell fahren im Unternehmensbereich Brief 60 Elektrofahrzeuge und 200 Fahrzeuge mit alternativen Technologien wie Hybridantrieb, Biodiesel-, Erdgas-, bzw. Flüssiggasantrieb. Für alle Geschäftsbereiche des Konzerns zusammen sind über 3.500 Fahrzeuge mit Elektro- und Hybridantrieben, alternativen Kraftstoffen und motorelektronischen und aerodynamischen Modifikationen auf der Strasse, die CO2 einsparen und so einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Als erster globaler Logistikdienstleister hat sich die Deutsche Post DHL außerdem ein konkretes Klimaschutzziel gesetzt. Mit GoGreen soll bis zum Jahr 2020 die CO2-Effizienz gegenüber 2007 um 30 prozent verbessert werden – unter anderem durch eine effizientere Steuerung der Verkehrsströme, die Modernisierung der Transportflotte und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen.

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