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DSLV kritisiert Bremer Blockadehaltung zum Lang-Lkw

Mit großem Unverständnis reagiert der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) auf die Entscheidung des Bremer Senats, zwei knapp 20 Kilometer lange Teilstücke der Bundesautobahnen A 1 und A 27 für den geplanten Feldversuch mit Lang-Lkw zu sperren.

Faktisch werden damit alle Autobahnstrecken im westlichen Niedersachsen und die Seehäfen Emden, Bremerhaven und Cuxhaven für die Lang-Lkw vom restlichen deutschen Autobahnnetz abgeschnitten. Für DSLV-Präsident Mathias Krage ist es ein Ding der Unmöglichkeit, dass sich ein einzelner Stadtstaat anmaßt, in Sachen Feldversuch für sein Nachbarland mit zu entscheiden und den landseitigen Zugang zu den niedersächsischen und bremischen Seehäfen zu blockieren.

„Wer sich mit dem Konzept des Lang-Lkw einmal befasst hat, kann anschließend nicht mehr nachvollziehen, wieso man den Feldversuch einfach ablehnt. Die ökologischen und ökonomischen Vorteile sprechen doch für sich. Daher fordern wir Bremen und alle übrigen ‚Dagegen-Länder‘ eindringlich dazu auf, dem wissenschaftlich begleiteten Feldversuch mit Lang-Lkw auf einem definierten Netz von Autobahnen und Fernstraßen zuzustimmen“, so Krage. Er sei sicher, dass die Ergebnisse des Versuchs viele Skeptiker überzeugen werden.

Zutiefst bedauert der DSLV-Präsident, dass ein derart fortschrittliches, kraftstoffsparendes und straßenschonendes Konzept wie der Lang-Lkw auf Länderebene dazu missbraucht wird, um Klientelpolitik zu betreiben. „Wer beim Lang-Lkw mit Halbwahrheiten argumentiert und diffuse Bedrohungsszenarien aufbaut, verspielt leichtfertig eine wertvolle Technik zur Lösung der Verkehrsprobleme unseres Landes.“

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