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Frachtboom sorgt für qualifizierte Jobs im Hunsrück

Die Zahl der Arbeitsplätze am Flughafen Frankfurt-Hahn ist mit 3.126 Beschäftigten so hoch wie seit Monaten nicht mehr. Dabei wurden in erster Linie qualifizierte Jobs geschaffen. Mit 2.322 Vollbeschäftigten erzielte der Hahn sogar das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte des Flughafens. Gleichzeitig ist der Anteil der geringfügig Beschäftigten (11,7 Prozent, 367 Personen) auf dem tiefsten Stand seit 2006.

Jörg Schumacher, Sprecher der Geschäftsführung der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH, ist überzeugt: „Mit weiter wachsendem Frachtaufkommen werden in Zukunft noch mehr qualifizierte Arbeitsplätze entstehen.“ In der Tat kann sich Frankfurt-Hahn auf das Frachtgeschäft verlassen. 112.975 Tonnen wurden im ersten Halbjahr 2011 hier ein- und ausgeladen. „Das ist ein neues Rekordergebnis. Wir haben uns gegenüber dem Vorjahr in diesem Segment um 69 Prozent verbessert“, sagt Schumacher. Bemerkenswert ist das weit überdurchschnittliche Wachstum der Exportfracht: Diese stieg um 98 Prozent. Generiert wird das Wachstum durch bestehende und neue Airlines.

Steigendes Frachtvolumen schafft zukünftig hunderte Arbeitsplätze

Führt man das durchschnittliche Wachstum des weltweiten Luftfrachtverkehrs der vergangenen drei Jahrzehnte von 5,7 Prozent pro Jahr (Boeing Current Market Market Outlook 2011-2030) mit den Prognosen des Flugzeugherstellers Airbus fort, ist ein klarer Trend erkennbar: Langfristig gesehen steigt das Frachtaufkommen in den nächsten 20 Jahren im Schnitt um jährlich 5,9 Prozent (Airbus Global Market Forecast 2010-2029), davon profitiert auch der Flughafen Frankfurt-Hahn. Das Durchschnittswachstum der seit dem Jahr 2000 umgeschlagenen Fracht liegt bei neun Prozent pro Jahr. Parallel dazu hat sich in dieser Zeit die Anzahl der Beschäftigten fast verdoppelt. Selbst kurzfristige Schwankungen, verursacht durch Einbrüche im Passagiergeschäft, werden durch den kontinuierlich wachsenden Frachtbereich ausgeglichen. „Setzt man die Entwicklung unseres Flughafens mit den Prognosen von Boeing und Airbus miteinander in Verbindung, dann können hier am Hahn in den nächsten Jahren mindestens 500 neue Jobs entstehen“, sagt Jörg Schumacher.

Frankfurt-Hahn ist ein verlässlicher Jobmotor für die gesamte Region

Nicht nur die Mitarbeiter am Flughafen profitieren vom Hahn-Airport. Schon 2007 haben Prof. Dr. Kai Heuer und Prof. Dr. Richard Klophaus in ihrer Studie die regionalökonomische Bedeutung von Frankfurt-Hahn bestätigt. Demnach hängen insgesamt etwa 11.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt von der Präsenz des Flughafens ab. Dazu zählen beispielsweise auch Jobs in Speditionen sowie Arbeitnehmer, die in Gastronomie und Einzelhandel arbeiten und vom Tourismus profitieren. Damit hat der Flughafen Frankfurt-Hahn für das gesamte Bundesland Rheinland-Pfalz wirtschafts- und arbeitspolitisch langfristig eine hohe Bedeutung.

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