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Transportmarkt in der Sommerpause

Schon zum Ende des vergangenen Quartals war vielen Beobachtern des europäischen Transportmarktes klar, dass das Fracht-zu-Laderaum-Verhältnis von 69:31 nicht zu halten sein wird. Tatsächlich fiel das TimoCom Transportbarometer im 3. Quartal um 14 Prozentpunkte auf 55:45 ab. Fazit: Das Sommerloch war auch in diesem Jahr zu spüren, allerdings auf hohem Niveau.

Der Sommer 2011 wird als verregneter, vorgezogener Herbst im Gedächtnis bleiben. Auch der Transportbranche verhagelte die monatelange Schlechtwetterfront die Bilanzen. Die Grill- und Gartensaison, die in anderen Jahren die Abschwächung in den Sommermonaten nur moderat ausfallen lässt, fiel diesmal buchstäblich ins Wasser. Zu Beginn des 3. Quartals zeigte das TimoCom Transportbarometer bereits einen Rückgang der Frachtangebote auf allen europäischen Relationen von 69 Prozent im Juni auf 60 Prozent im Juli.

Da sich auch im August die Nachfrage nach Transportdienstleistungen nicht erholen konnte, zeigte das TimoCom Transportbarometer einen schon fast historischen Wert in dem Monat an: Erstmals seit über eineinhalb Jahren stand wieder mehr Laderaum zur Verfügung als Frachten transportiert werden mussten (Frachtangebote im Vergleich zu Laderaumangeboten: 48:52).

Bereits im Laufe des Septembers stieg der Bedarf an freien Fahrzeugen jedoch wieder. Dadurch schwenkte auch das TimoCom Transportbarometer zurück in den Bereich des Frachtenüberschusses und mit einem Verhältnis von 59:41 erreichte der europäische Transportmarkt am Quartalsende fast den Wert vom Quartalsanfang.

Marcel Frings, Chief Representative von TimoCom, spricht trotz der rückläufigen Frachtangebote im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von einer guten Entwicklung: „Das Fracht-zu-Laderaumverhältnis aus dem 3. Quartal des Vorjahres war hervorragend. Wenn man sich die bisherige Entwicklung in 2011 anschaut, konnte man davon ausgehen, dass wir diesen Wert in diesem Quartal nicht noch einmal erzielen können. Dennoch ist der Anteil der Frachtangebote im Transportmarkt immer noch auf einem sehr guten Niveau. Der große Einbruch im August ist, unserer Meinung nach, auf die gleichzeitigen Sommerferien in vielen europäischen Staaten, wie Deutschland, Frankreich, Tschechien, Österreich, Ungarn usw. zurückzuführen, hat aber nichts mit einem generellen Konjunktureinbruch zu tun.“

Der Sommer 2011 hinterlässt also alles in allem einen nassen Eindruck, doch die Aussichten auf einen goldenen Herbst sind sehr gut.

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