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Wettbewerb auf der Schiene kommt deutlich voran

Anders als im Sondergutachten der Monopolkommission behauptet, hat sich der Wettbewerb auf der Schiene in Deutschland seit der Bahnreform stetig entwickelt und dazu geführt, dass die Wettbewerber in jedem Jahr ihre Marktanteile im Personen- und Güterverkehr ausbauen konnten, so die Deutsche Bahn.

Im Nahverkehr stieg der Anteil der Wettbewerber seit der Marktöffnung im Jahr 1994 auf inzwischen 21,6 Prozent im Jahr 2010. Im Güterverkehr lag der Marktanteil der Wettbewerber im Vorjahr bei 25,1 Prozent. Prognosen der Wettbewerber sehen zudem weitere kräftige Zuwächse für die kommenden Jahre. Selbst im Fernverkehr, der sehr investitionsintensiv und margenschwach ist, haben mehrere Wettbewerber ihren Markteintritt in Deutschland angekündigt.

Trotz dieser positiven Entwicklung erneuert die Monopolkommission ihre bekannten Aussagen zur Trennung von Netz und Betrieb. Dabei blendet sie aktuelle Diskussionen offenbar aus, nach denen in Ländern mit getrennten Modellen nach der Trennung die Kosten stark angestiegen sind. Parallel dazu zeigen internationale Vergleichsbetrachtungen der jüngsten Zeit, dass die Entwicklung von Wettbewerb auf der Schiene nicht abhängig ist vom jeweiligen Strukturmodell der Bahn, sondern viel mehr von der Durchsetzung von Marktöffnung und vergleichbaren Wettbewerbsbedingungen in den jeweiligen Ländern. Hier nimmt Deutschland im europaweiten Vergleich eine Spitzenposition ein.

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