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DSLV: Flexible Finanzierungsinstrumente stärken Infrastruktur

Vor dem Hintergrund der parlamentarischen Beratungen über den Bundeshaushalt 2012 und den zukünftigen Verkehrsetat, fordert der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) die Einführung flexibler Finanzierungsinstrumente, um den dringend notwendigen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur voranzutreiben. Der Verband warnt außerdem vor einem drohenden Verkehrskollaps sofern die Bundesregierung den Verkehrshaushalt nicht dem realen Bedarf anpasst.

Die Verkehrsprognosen sind dramatisch: Zunahme der Verkehrsleistung im Güterverkehr bis 2025 um 74 Prozent, im Straßengüterverkehr um 84 Prozent und im Seehafenhinterlandverkehr gar um 131 Prozent. Die jährlichen Investitionen für Autobahnen, Bundesstraßen, Schiene und Wasserstraßen verharren hingegen auf einem Niveau von knapp zehn Milliarden Euro. Damit liegt Deutschland bei den Verkehrsinvestitionen pro Einwohner im europäischen Vergleich unter dem Durchschnitt. Sollte die Regierung nicht einschreiten, befürchtet der DSLV zunehmenden Substanzverlust des Verkehrsnetzes sowie nachhaltigen Schaden für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft insgesamt.

Als äußerst hilfreich würde sich nach Ansicht des DSLV die sofortige Einführung so genannter Flexibilisierungskredite erweisen. Die dringendsten Reparaturen könnten zeitnah erledigt und die hinderlichsten Engpässe beseitigt werden. Ebenso wie Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer begrüßt der Speditionsverband eine entsprechende Initiative von Mitgliedern der Koalitionsfraktion, damit die Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaft (VIFG) schon ab dem Jahr 2012 die Möglichkeit hat, dringend notwendige Ersatzinvestitionen per Kreditaufnahme zu finanzieren.

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