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BWVL: Lang-Lkw ist Totgeburt

Die ersten Verbandsvertreter aus der Transport- und Logistikbranche setzen hinter den geplanten Feldversuch mit Lang-Lkw ein dickes Fragezeichen. „Der Lang-Lkw stellt sich als Totgeburt heraus“, sagte Herbert Götz, Präsident des Bundesverbands Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL), am Dienstag bei der Jahrestagung seines Verbands in Köln. „Eigentlich könnte man das Ganze begraben.“

Laut Dekra.net zweifelt Götz, nach dem Veto einiger Bundesländer, am Sinn des Versuchs. Sein Unternehmen, die Jura-Spedition aus Neumarkt, habe sich daran beteiligen wollen. „Nur, was bringt es, wenn ich weiß, dass ich weder in Baden-Württemberg noch in Nordrhein-Westfalen fahren darf?“, fragt Götz.

Erfolgreich kann der geplante Testlauf mit bis zu 25 Meter langen Lkw laut BWVL nur sein, wenn das gesamte deutsche Autobahnnetz dafür zur Verfügung steht. „Ich fordere den Bundesverkehrsminister auf, den Feldversuch so schnell wie möglich zu starten, ja sogar von seinem Weisungsrecht Gebrauch zu machen und das gesamte Autobahnnetz für den Feldversuch freizugeben, um so einen wirklich flächendeckenden Versuch zu ermöglichen“, fordert Götz.

Dass dies bei einigen Landesvätern auf Widerstand stoßen dürfte, ist Götz bewusst. „Die Konfrontation mit den Bundesländern besteht so oder so“, sagt er. Viele Bundesländer sind seiner Ansicht nach nicht aus wirtschaftlicher Vernunft gegen das Projekt, sondern aus rein politischer Gegnerschaft. Das Ergebnis: „Das Straßennetz bröckelt immer weiter, und gute Ansätze einer Verkehrspolitik werden kaputt geredet.“

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