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Grande Sierra Leone macht erstmals im Hamburger Hafen fest

In der Nacht vom 25. auf den 26. September 2011 machte die Grande Sierra Leone erstmals am Unikai im Hamburger Hafen fest. Der Neubau nimmt damit seine Fahrt im Westafrika-Dienst der Grimaldi Lines auf.

Die Grande Sierra Leone verstärkt den „Southern Express“ Service der Grimaldi Lines, in dem nun insgesamt sechs ConRo Schiffe via Hamburg die westafrikanischen Häfen Casablanca, Dakar, Conakry, Lome, Pointe Noire, Luanda und Douala bedienen. Auf der südgehenden Reise machen die eingesetzten Schiffe in Amsterdam, Hamburg, Antwerpen, Le Havre, Bilbao, Leixoes und Lissabon fest. Mit dem Einsatz der Grande Sierra Leone verdichtet Grimaldi die Abfahrtfrequenz via Hamburg nach Westafrika von zehn auf acht Tage.

Anlässlich des Erstanlaufs des Neubaus im Hamburger Hafen überreichte Hafenkapitän Andreas Brummermann dem Kapitän der Grande Sierra Leone, Alberto Donato, die Hamburger Admiralitätsplakette und hieß die Crew an Bord gemeinsam mit Hans Jürgen Sell und Dirk Peters, Grimaldi Germany GmbH, sowie Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing, in Hamburg herzlich willkommen.

Die Grande Sierra Leone schließt die Serie von zwölf Grande Neubauten ab, wovon Grimaldi sieben Schiffe im kroatischen Pula auf der Uljanik Werft, sowie fünf Schiffe bei Hyundai in Korea fertigen ließ. Die Schiffe der Grande Klasse bieten mit ihrer Länge von 210 Meter und einem Tiefgang von 9,5 Meter Platz für 2.000 PKW/Vans, 800 TEU (20-Fuß Standardcontainer) sowie 2.000 Längenmeter bei einer Spurbreite von 2,5 Meter für besonders große und schwere Ladung, wie LKW und Baufahrzeuge. Die Stückgüter werden auf Rolltrailern befördert oder mit den 38 Tonnen tragenden Gabelstaplern konventionell geladen. Die Heckrampe ist mit 250 Tonnen belastbar, die beiden Liebherr Bordkräne verfügen über eine Tragkraft von jeweils 45 Tonnen.

„Hamburg ist für die Grimaldi Gruppe der bedeutendste nordeuropäische Hafen. Von hier bedienen wir neben dem westafrikanischen Kontinent auch die Ostküste Südamerikas sowie diverse Destinationen im Mittelmeer. Für 2012 können wir unsere Kapazitäten weiter ausbauen und planen rund 250 Anläufe am Unikai Terminal“, betont Peters. Mit der Tochterfirma ACL wird darüber hinaus auch die Ostküste Nordamerikas angelaufen.

„Insgesamt acht Liniendienste verbinden Hamburg mit westafrikanischen Häfen und brachten dem Containerverkehr zwischen Hamburg und Westafrika 2010 mit mehr als 82.000 TEU einen Zuwachs von 54 Prozent“, erklärt Axel Mattern. Das kräftige Wachstum im Fahrtgebiet Westafrika war auch ausschlaggebend für die positive Gesamtentwicklung im Afrikaverkehr für den Hamburger Hafen. Im letzten Jahr wurden rund 200.000 TEU zwischen Hamburg und afrikanischen Häfen umgeschlagen (+ 23,4 Prozent).

„Die positive Entwicklung setzte sich auch im ersten Halbjahr 2011 fort. Rund 43.000 TEU kamen in Hamburg von Januar bis Juni aus oder gingen nach Westafrika und führten zu einem weiteren Wachstum von 7,5 Prozent. Der Import aus Westafrika ist dabei mit 29.000 TEU stärker als der Export mit rund 14.000 TEU“, so Mattern.

Die wichtigsten Güterarten im Seegüterverkehr des Hamburger Hafens mit Westafrika sind auf der Importseite Kakao, Holz, Textilen, Rohstoffe, Möbel, Kautschuk und Kaffee. Exportiert werden vor allem Fahrzeuge. Aber auch Getreide, Düngemittel, chemische Erzeugnisse und sonstige Maschinen/Anlagen werden über Hamburg nach Westafrika verschifft.

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