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Hafen Geesthacht verzeichnet 15-prozentiges Umschlag-Plus

Der Elbehafen Geesthacht hat in den ersten sechs Monaten diesen Jahres deutlich mehr Ladung umgeschlagen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Rund 60.000 Tonnen gingen im ersten Halbjahr an der Umschlaganlage der Hafen Geesthacht GmbH, an der die Hamburger Firma Carl Robert Eckelmann AG mit 50 Prozent beteiligt ist, über die Kaikante.

Mit diesem Ergebnis hat der Hafen, der rund 30 Kilometer östlich von Hamburg liegt, das Vorjahresniveau um 15 Prozent übertroffen. Geschäftsführer Jürgen Schlottau geht davon aus, dass sich die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen wird: „Das Marktumfeld ist sehr positiv; wir profitieren vom Wachstum des Hamburger Hafens und vom Wachstum des umweltfreundlichen Verkehrsträges Binnenschifffahrt.“

Der Hafen Geesthacht, an dem neben dem Hamburger Hafendienstleister Eckelmann auch die Stadt Geesthacht und die Oberelbe Verwaltungsgesellschaft Geesthacht beteiligt sind, gewinnt für die regionale Wirtschaft, Handel und Logistikunternehmen zunehmend an Bedeutung. Massengüter wie Split, Kohle, Dünger, Getreide und Projektladung werden hier umgeschlagen.

„Da im Hamburger Hafen Seeschiffe mit Priorität behandelt werden, wird dort die Abfertigung von Binnenschiffen zunehmend schwieriger“, so Schlottau. „Geesthacht ist wegen seiner verkehrsgeografisch günstigen Lage deshalb ein willkommener Hub im Vorfeld der Hansestadt für den Binnenschiffsverkehr.“

Lediglich 30 Autominuten trennen Geesthacht von der Hamburger City. Und die Unternehmen im Osten der Elbmetropole sind von Geesthacht aus besser zu erreichen als vom verkehrsbelasteten Hamburger Hafen, erklärt Schlottau.

Containerhub geplant

Dieser Standortvorteil soll zukünftig noch besser genutzt werden. So plant die Eckelmann Gruppe gemeinsam mit der Stadt Geesthacht den Bau eines Hinterlandterminals für den Containerverkehr. Die Idee wurde während des Containerbooms 2007/2008 entwickelt, als der Hamburger Hafen ein Umschlagvolumen von fast zehn Millionen Container verzeichnete. Das hohe Aufkommen sorgte insbesondere beim straßenseitigen Hinterlandtransport zu Problemen.

Mit einem Containerhub in Geesthacht soll die Straßeninfrastruktur im Hamburger Hafen entlastet werden. Denn die Container würden dann auf dem umweltfreundlichen sserweg mit einer ganzen Flot te von ContainerTaxis im Shuttleverkehr von Geesthacht an die Hamburger Terminals und zurück gebracht. „Eine Hafenkooperation zwischen Hamburg und Geesthacht kommt allen Beteiligten zu Gute“, so Schlottau. „Die Pläne für dieses Projekt liegen fertig in der Schublade und sollen umgesetzt werden, wenn in Hamburg die Infrastruktur aufgrund des wachsenden Containeraufkommens wieder an ihre Grenzen stößt, dann können wir schnell reagieren“, sagt Schlottau.

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