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Russischer Bahnchef besichtigt Baustellen in Olympiastadt Sotschi

Am 27. September hat der Präsident der Russischen Eisenbahnen AG (Russian Railways), Wladimir Jakunin, die im Bau befindlichen Verkehrsinfrastrukturprojekte in der Olympiastadt Sotschi in Augenschein genommen. Jakunin besichtigte die laufenden Bauarbeiten für den Bahnterminal Aeroport, die Tunnels Nr. 1 und Nr.3 sowie die Schrägseilbrücke und den Bahnhof Esto-Sadok.

„Wir mussten den Zeitplan noch kein einziges Mal korrigieren. Wir halten ihn strikt ein“, sagte Jakunin. Alle Bauprojekte seien zu 65 Prozent fertiggestellt, die Bauarbeiten verlaufen ohne Verzögerungen. „Ich bin überzeugt, dass wir alle Objekte termingerecht fertigstellen werden.“

Bauprojekte mit einem solch hohen technologischen Niveau habe es in Russland bislang nicht gegeben, sagte Präsident der Russischen Bahn. Auf den Olympia-Baustellen sammle der Bahnkonzern wichtige Erfahrungen für zukünftige Projekte.

Große Beachtung wurden bei dem Besuch Jakunins in Sotschi den Umweltthemen und der Erhaltung des Naturschutzgebiets Sotschi geschenkt. !Seit Beginn der Bauarbeiten hat es viele Gespräche mit Umweltschützern gegeben. Auf ihre Meinung legen wird stets großen Wert“, sagte Oleg Toni, Vizepräsident der Russischen Eisenbahnen AG. „Um den einzigartigen Buchsbaumwald zu schonen, wird eine Überführung gebaut. Dadurch wird die Strecke zwar deutlich teurer, schont jedoch die Buchsbäume so gut es geht. Außerdem sind 47 000 junge Buchsbäume gepflanzt worden.“

Die Russische Bahn baut in der Region Sotschi zudem eine Schrägseilbrücke. Sie ist Teil der kombinierten Auto- und Eisenbahnverbindung zwischen Adler und dem Wintersportort Alpika-Service. Weil die Konstruktion der Brücke einzigartig ist, muss über den Einsatz der Hebemaschinen individuell entschieden werden. Auf der Baustelle in der Nähe von Sotschi sind 84 Meter hohe Turmdrehkräne mit Traglasten von 40 und zehn Tonnen im Einsatz. Diese waren in Deutschland speziell für die Montage der Pylonen an der Brücke in Auftrag gegeben worden.

Der Bau der Schrägseilbrücke, die sich am Kilometerpunkt 25 zwischen Adler und Alpika-Service befindet, nähert sich seinem Ende. Alle Eisenbetonteile am Pylon Nr. 2 sind bereits montiert worden. Zurzeit werden in 60 Meter Höhe die Metallblöcke installiert, über die die Stahlseile gespannt werden. Laut dem Entwurf besteht der Metallblock jedes Pylonen aus drei Teilen von 9, 4,5 bzw. 5,5 Meter und wiegt etwa 120 Tonnen.

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