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SPC und VFE stärken Position der Wasserstraße durch gegenseitige Mitgliedschaft

Mehrere gemeinsame Nenner haben der Trägerverein des Short Sea Shipping Inland Waterway Promotion Center (SPC), Bonn, und der Verein zur Förderung des Elbstromgebietes e. V. (VFE) identifiziert.

Der konsequente Schritt, um diese gemeinsamen Interessen gestärkt wahrnehmen zu können, ist für die Fördervereine eine gegenseitige Mitgliedschaft. Zum 1. Oktober dieses Jahres werden das SPC und der VFE deshalb offiziell die Unterschrift unter die Beitrittsformulare des jeweils neuen Partners setzen.

Die Intension des SPC-Geschäftsführers Markus Nölke ist: „Durch die intensivere Zusammenarbeit möchten wir unsere Aktivitäten im Elbstromgebiet stärken, denn die Wasserstraße Elbe bietet noch viele ungenutzte Potentiale. Leistungsfähige Häfen entlang der Elbe bieten schon heute optimale Nutzungsmöglichkeiten. Auch die Wirtschaft setzt verstärkt auf die Elbe, wie die kürzlich erfolgte Erweiterung des Elbeports Wittenberge unterstreicht. Diese Entwicklungen wollen wir aktiv unterstützen, insbesondere vor dem Hintergrund eines stark steigenden Güteraustausches mit Osteuropa.“

Dabei müsse auch Hamburgs Rolle als nasse Drehscheibe für die Hafenhinterlandverkehre auf der Elbe gestärkt werden, befürwortet Nölke. Das im nationalen Hafenkonzept angeführte Wachstum für den Verkehrsträger weise in die richtige Richtung. Dort steht: „Mittelfristig wird im Hamburger Hafen ein Anstieg der Binnenschiffsverkehre am Modal Split auf 5 Prozent angestrebt.“ Laut einer aktuellen Studie entspräche dies bei einem erwarteten Gesamtvolumen von 25,3 Mio. TEU in 2025 knapp 1,3 Millionen TEU auf dem Binnenschiff. Aktuell liegt der Anteil der Hamburger Binnenschifffahrt im Containerbereich bei knapp 2 Prozent.

„Eine gegenseitige Mitgliedschaft in unseren Vereinen schafft viele Synergien und wird die Fraktion der „Elbianer“ weiter zusammenwachsen lassen“, unterstreicht Peter Plewa, VFE-Vorsitzender und Geschäftsführer der HHLA Intermodal GmbH. Die Politik registriere laut Plewa zunehmend, dass die bislang getätigten Investitionen in die elbanliegenden Häfen und die Wasserstraße Elbe fruchten und diese Arbeitsplätze entlang der Elbe schaffen und sichern.

Ein Beispiel aus der Praxis zweier Mitglieder beider Institutionen zeigt, dass die Elbe eine ökologische und ökonomische Alternative zum Verkehrsträger Straße ist. So ist es der Kooperation der Unterelbe Häfen Brunsbüttel Ports GmbH und der Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SO) jüngst gelungen, eine Projektladung von 10 Rotorblättern für Windkraftanlagen mit einem Stückgewicht von je 10 Tonnen von Dresden nach Brunsbüttel auf die Wasserstraße zu verlagern. „Projekte wie diese stärken das Vertrauen in die die Binnenschifffahrt als verlässlichen Partner“, sind sich Plewa und Nölke einig.

Beide Vereine agieren aus verschiedenen Perspektiven, aber mit sich überlappenden Zielen. So setzt sich der VFE gegenüber Politik und Verwaltung aktiv für eine bessere Schiffbarkeit der Elbe ein. Das SPC wiederum wirbt direkt bei Unternehmen aus Industrie, Handel und Logistikwirtschaft für die sinnvolle Verlagerung von Verkehren auf nachhaltige und umweltfreundliche Verkehrsträger.

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