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Fraunhofer-Lean Logistik System bei der Rudolph Logistik Gruppe

Schlanke Logistik-Prinzipien werden derzeit für ein eigenes Rudolph Logistik System (RLS) in einem gemeinsamen Projekt der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS und dem Kontraktlogistik-Spezialisten Rudolph Logistik Gruppe (RLG) entwickelt.

„Lean Logistik“ – das heißt schlanke logistische Prozesse bei gleichzeitig hoher Kundenorientierung. Nach dem Vorbild des Toyota Produktionssystems sind „Lean Management“-Ansätze in vielen Branchen und Unternehmen im industriellen Umfeld bereits weit verbreitet. In der Logistik existiert in diesem Bereich jedoch Nachholbedarf. Die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS erarbeitet derzeit gemeinsam mit der Rudolph Logistik Gruppe (RLG) aus Baunatal, einem mittelständischen Kontraktlogistikdienstleister, das Rudolph Logistik System RLS. Das RLS basiert auf dem von Fraunhofer entwickelten Lean Logistik System, einem unternehmensspezifisch konfigurierbaren Lean Logistik Konzept.

Die RLG will mit der Unterstützung der Fraunhofer SCS das Thema „Lean“ strategisch in der Unternehmensgruppe positionieren und als Qualitätsmerkmal gegenüber den Kunden etablieren. Außerdem soll die gesamte Organisation, die Geschäftsprozesse und Mitarbeiter entsprechend der Lean Management Denkweise neu ausgerichtet und kontinuierlich verbessert werden. In dem gemeinsamen Projekt wird ein Rahmen gebendes Regelwerk entwickelt, das die Grundlagen des Lean Managements und die gegenwärtigen Strukturen und Abläufe der analysierten Rudolph-Standorte berücksichtigt und konkrete Handlungsanweisungen zur Umsetzung des Rudolph Logistik Systems RLS gibt. Das Regelwerk umfasst Ansatzpunkte des Lean Managements zu vier Schwerpunkten: Organisation, Kennzahlen, Mitarbeiterentwicklung und Prozesse.

Die organisatorischen Rahmenbedingungen des Rudolph Logistik Systems sehen vor, dass über alle Standorte der RLG hinweg homogene Organisationsstrukturen, einheitliche Größen und Bezeichnungen sowie Verantwortlichkeiten der Organisationseinheiten zu finden sind. Produktivität und Qualität werden über verschiedene Kennzahlen gemessen. Ziel der wenigen, einheitlichen und strukturierten Kennzahlen ist es, in sämtlichen Organisationsbereichen und Standorten Verbesserungsmaßnahmen zu steuern.

Dieses Gemeinschaftsprojekt zwischen Praxis und Forschung zeigt, dass durch ein neutrales, wissenschaftlich fundiertes Vorgehen, innovative praxisgerechte Lösungen erarbeitet und zielgerichtet implementiert werden können.

Nähere Informationen dazu erhalten Sie auf dem Stand Nr. LA/08 der Fraunhofer SCS beim Deutschen Logistik-Kongress 2011 vom 19. bis 21. 10. in Berlin.

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