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Loxxess investiert 7,5 Millionen Euro in Aurach

Die Loxxess AG eröffnet heute ihr erweitertes Logistik- und Fulfillmentzentrum im fränkischen Aurach. Mit einer Investition von 7,5 Millionen Euro wurde die Lagerfläche des Standorts um 18.000 auf rund 45.000 Quadratmeter erhöht. Zu den bisher 80 regelmäßig Beschäftigten am Standort kommen mit der Erweiterung weitere 80 Frauen und Männer hinzu. „In der Spitze beschäftigen wir jetzt deutlich mehr als 200 Mitarbeiter in Aurach“, sagte Dr. Claus-Peter Amberger, Chief Executive Officer der Loxxess AG bei der Eröffnungsfeier.

Loxxess hat in Aurach für verschiedene Kunden völlig unterschiedliche Logistikkonzepte entwickelt und umgesetzt. „Den Anfang machte im Jahr 2002 der amerikanische Sportartikelhersteller Burton Snowboards“, erinnert sich Amberger. Damals galt es, innerhalb kürzester Zeit einen geeigneten Standort für das Europalager von Burton zu finden. „Wir konnten eine bestehende Halle übernehmen und innerhalb von drei Monaten so ausbauen, dass wir die hohen Qualitätskriterien von Burton erfüllt haben.“ Seitdem werden in Aurach Burton-Produkte von unterschiedlichsten Produktionsstandorten weltweit per Container angeliefert, kontrolliert, eingelagert und an Händler in ganz Europa, Nordafrika und den Nahen Osten geschickt. „Eine der logistischen Herausforderungen, an der der vorige Dienstleister gescheitert war, bestand in der effizienten Führung eines offenen Zolllagers“, erläutert Amberger. Loxxess lagert teilweise unverzollte Ware, die jedoch auf einem Lagerplatz unmittelbar neben verzollter Ware liegt, aber in der EDV separat geführt wird. Bei einer Kontrolle des Zolls kann Loxxess jederzeit sagen wie viele Teile verzollt sind und wie viele nicht.

Während Burton ein eigenes Lager wünschte, in dem keine Fremdware umgeschlagen wird, die Prozesse ganz auf Burton abgestimmt sind und das nach dem sogenannten Open-Book-Verfahren abgerechnet wird, hat Loxxess in einer separaten Halle in Aurach mehrere andere Kunden in einem gemeinsamen Lager zusammengeführt. „Dadurch können Fixkosten auf mehrere Kunden verteilt werden“, so Amberger. „Der Hauptvorteil dieser Lösung ist jedoch, dass sich Nachfragespitzen und ?täler bei unterschiedlichen Kunden ausgleichen und dass beispielsweise der Mitarbeitereinsatz leichter planbar und kontinuierlich ist.“ Das senke vor allem dann die Logistikkosten pro Bestellung nachhaltig, wenn es sich um viele Kleinbestellungen mit wenigen Produkten oder um Waren mit geringerem Wert handele. Genau vor solche Aufgaben stelle jedoch der boomende elektronische Handel die Logistiker.

Loxxess hat Aurach deshalb zu einem der zwei Fulfillmentzentren der Gruppe ausgebaut, an dem vor allem Internetbestellungen privater Kunden abgearbeitet werden. Da geht es beispielsweise um Fanartikel der Marke Red Bull, um Bestellungen aus dem Online-Shop von Mercedes-Benz oder Alfa-Romeo oder auch um Mode und Outdoor-Textilien verschiedener Hersteller. „Der Standort Aurach ist inzwischen einer der größten innerhalb unserer Gruppe“, sagt Amberger. „Insgesamt haben wir hier in knapp zehn Jahren rund 25 Millionen Euro investiert.“ Am Standort stehen 18.000 Palettenlagerplätze im Hochregallager sowie 60.000 Fachbodenplätze zur Verfügung.

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