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KLU und Insead eröffnen Forschungszentrum für Humanitäre Logistik

Die Kühne Logistics University (KLU) hat die Eröffnung eines gemeinsamen Forschungszentrums zum Thema Humanitäre Logistik mit Insead bekannt gegeben. Gemeinsames Ziel von KLU und Insead ist es, die Humanitäre Logistik durch Forschung und Innovation voranzutreiben. Die Hauptaktivitäten des Zentrums werden auf dem Campus der KLU in Hamburg stattfinden, ein kleiner Teil der Forschungsgruppe wird bei Insead in Fontainebleau (Frankreich) beheimatet sein.

„Es ist eine große Ehre für uns, in diesem Gebiet mit Insead strategisch zusammenzuarbeiten“, sagte Dr. Wolfgang Peiner, der Präsident der KLU. „Durch die großzügige Unterstützung von Klaus-Michael Kühne und seiner Stiftung sind wir in der Lage, die Bereiche Management, Logistik und humanitäre Hilfe so zusammen zu bringen, dass wir durch unsere Forschungsergebnisse den Menschen in Katastrophengebieten konkret werden helfen können. Unsere Forschung wird auf neue Gebiete der Humanitären Logistik vordringen, um nationalen und internationalen Hilfsorga-nisationen Lösungen und Verbesserungen anzubieten.“

Die Forscher beider Hochschulen werden sich zunächst auf drei Schwerpunkte konzentrieren: Katastrophen-Soforthilfe, weltweite Gesundheits-Logistik und Fuhrparkmanagement. Auch die Frage, was die humanitäre Logistik von der kommerziellen Logistik lernen kann, wird Gegenstand der Forschungen sein.

„Die Bedeutung von Humanitärer Logistik nimmt immer weiter zu, da die Menge der zur Verfü-gung stehenden Mittel abnimmt, die Zahl der Katastrophen, die regelmäßig weltweit passieren, aber gleichzeitig immer weiter zunimmt“, sagte Luk Van Wassenhove, Professor für Operations Management bei Insead und Direktor des neuen Zentrums an der KLU. „Die humanitäre Welt hat die Bedeutung von Logistik unterschätzt und entsprechendes Training ist sehr wichtig, um Helfer zu unterstützen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit der KLU eine Forschung zu etablieren, die unmittelbar den humanitären Organisationen und ihren Katastropheneinsätzen zugutekommt.“

Neben den Forschungstätigkeiten wird das KLU-Insead Forschungszentrum für Humanitäre Logistik die größten Hilfsorganisationen mit renommierten Logistik-Experten und Wissenschaftlern an einen Tisch bringen. Im Januar 2012 veranstaltet das Zentrum einen Workshop für hochrangige Vertreter aus Wissenschaft, Industrie und Nicht-Regierungsorganisationen wie z.B. das Internatio-nale Rote Kreuz oder die Welternährungsorganisation.

Am 22. und 23. März 2012 wird das Zentrum dann Gastgeber der Humanitären Logistikkonferenz sein, bei der über 200 Experten in Hamburg die Herausforderungen und Chancen humanitärer Hilfeleistungen benennen und diskutieren werden.

„Unsere Forschung wird auch deutliche Auswirkungen auf die Geschäftswelt haben“, ergänzte Van Wassenhove. „Die Geschäftswelt ist derzeit so volatil, dass Unternehmen in komplizierten dynamischen Situationen flexibel reagieren müssen. Dies stellt sie vor große Herausforderungen. Innovations- und Flexibilitätsstudien aus der Notfall-Logistik können eins zu eins auf die Geschäftswelt übertragen werden.“

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