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Russische Bahn: Milliardeninvestitionen für Infrastruktur

Am 3. November hat das Präsidium der russischen Regierung über das Investitionsprogramm und den Finanzplan der Russischen Eisenbahnen AG für 2012 und für den Zeitraum von 2013 bis 2014 beraten. Wie der Präsident der Russischen Bahn, Wladimir Jakunin, nach der Sitzung mitteilte, hat das auf drei Jahre angelegte Investitionsprogramm ein Volumen von insgesamt 1,1 Billionen Rubel (26 Milliarden Euro), darunter Investitionen für 2012 in Höhe von 411,6 Milliarden Rubel (9,7 Milliarden Euro).

„Wir haben immer gesagt, dass Investitionen in die Infrastruktur die beste Anlage für staatliche Mittel ist. Heute wurde dies erstmals in der Regierung geäußert“, sagte Jakunin. Nach seinen Worten hat Regierungschef Wladimir Putin, das Kabinett, das Verkehrsministerium und die Russische Bahn beauftragt, zügig ein Konzept für den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsverkehrs in Russland auszuarbeiten. „Ich betrachte dies als den Beweis, dass die Regierung darauf aus ist, die Bahninfrastruktur im Interesse des Landes zu verbessern“, sagte Jakunin.

Ihm zufolge ist die Russische Bahn, nachdem staatliche Unterstützung zugesagt worden ist, in der Lage, mehrere Innovationsprojekte zu starten. Vor allem handelt es sich um das Gemeinschaftsprojekt der Siemens AG und der Sinara Group zur Lieferung und gemeinsamen Bau von Hochgeschwindigkeitszügen und um den schnelleren Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in Südrussland und im Fernen Osten. Darüber hinaus will die Russische Bahn knapp 400 Lokomotiven und 460 Triebwagen anschaffen.

Der Präsident der Russischen Bahn warnte, dass eine Unterfinanzierung der Verkehrsinfrastruktur schwere Folgen mit sich bringen könnte: Die Verluste der Staatskasse würden den jetzigen Investitionsbedarf um ein Mehrfaches übersteigen.

Der Finanzplan der Russischen Bahn für 2012 bis 2014 trägt den aktuellen Schwankungen auf den weltweiten Finanz- und Gütermärkten Rechnung. Es wird erwartet, dass das Frachtaufkommen jährlich um durchschnittlich drei Prozent zunimmt. Trotzdem hat das Bahnunternehmen weitere Verpflichtungen auf sich genommen, größtmögliche Reserven ausfindig gemacht und sich ernsthafte Ziele in Bezug auf das Arbeitsvolumen und Finanzstabilität gesetzt.

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