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Hapag-Lloyd erzielt positives operatives Ergebnis

Hapag-Lloyd hat im dritten Quartal 2011 ein operatives Ergebnis (bereinigtes EBIT) in Höhe von 36,7 Millionen Euro erzielt. Damit stieg das operative Ergebnis in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf 78,8 Millionen Euro.

Das EBITDA betrug in den ersten neun Monaten rund 275 Millionen Euro. Das Konzernergebnis nach Zinsen und Steuern (EAT) ist im dritten Quartal mit 9,6 Millionen Euro ebenfalls positiv. Das dritte Quartal war damit das bisher beste des laufenden Geschäftsjahrs. Das positive Ergebnis wurde auch durch die konsequente Fortführung und Optimierung des 2009 initiierten Kostensenkungsprogramms bei Hapag-Lloyd erreicht.

„Wir haben uns angesichts des anspruchsvollen Marktumfeldes sehr gut behauptet. Hapag-Lloyd liegt beim operativen Ergebnis deutlich über der Branche“, sagte Michael Behrendt, Vorsitzender des Vorstandes der Hapag-Lloyd AG. Konjunkturelle Unsicherheiten, Währungsturbulenzen, ein harter Wettbewerb und hohe Bunkerpreise prägen derzeit das Markt- und Branchenumfeld. „Angesichts der für alle Linienreedereien unverändert herausfordernden Bedingungen ist unser operatives Ergebnis zufriedenstellend und ein deutliches Zeichen unserer Stärke.“

So erwirtschaftete Hapag-Lloyd in den ersten neun Monaten einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 186,8 Millionen Euro (drittes Quartal: 41,0 Millionen Euro). In den ersten neun Monaten 2011 blieb die durchschnittliche Frachtrate von Hapag-Lloyd mit 1.540 US-Dollar/TEU auf Vorjahresniveau (1.547 US-Dollar/TEU). Die Transportmenge stieg um 3,9 Prozent auf 3,874 Millionen TEU. Allerdings stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Aufwendungen für die Transporte vor allem durch die stark erhöhten Bunkerpreise um mehr als 333 Millionen Euro. Diese Belastungen verhinderten maßgeblich ein höheres Ergebnis.

Im dritten Quartal 2011 beliefen sich die Umsatzerlöse auf rund 1,54 Milliarden Euro nach 1,78 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz lag in den ersten neun Monaten mit 4,50 Milliarden Euro unter dem Vorjahr (4,67 Milliarden Euro). Das niedrigere Umsatzniveau ist vor allem auf starke Wechselkursschwankungen in Folge der Schuldenkrise in Europa zurückzuführen. Umgerechnet in US-Dollar lagen die Umsätze für die ersten neun Monate 2011 mit 6,33 Milliarden US-Dollar um rund drei Prozent über dem Vorjahresniveau.

Hapag-Lloyd verfügt unverändert über eine sehr solide Bilanzstruktur: Mit 3,4 Milliarden Euro Eigenkapital weist Hapag-Lloyd zum 30. September 2011 eine sehr gute Eigenkapitalquote von 52,7 Prozent aus. Der Verschuldungsgrad von 34,2 Prozent liegt weiter deutlich unter dem Branchendurchschnitt. Die liquiden Mittel (601 Millionen Euro) entsprechen rund zehn Prozent der Bilanzsumme (6,4 Milliarden Euro). Außerdem wurden im November die Finanzierungsstruktur und die Fristigkeiten der Finanzschulden weiter optimiert. Damit hat Hapag-Lloyd bis 2015 keinen erhöhten Finanzierungsbedarf und ist gut für das unverändert anspruchsvolle Marktumfeld gerüstet.

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