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Logistik für Seehäfen aus Berlin-Brandenburg

Das LogistikNetz Berlin-Brandenburg hat ein Projekt angestoßen, um mehr Logistikleistungen von den großen Seehäfen in die Region zu holen. Innerhalb des Projektes „Berlin-Brandenburg als Hub im Seehafenhinterlandverkehr“ ist das LNBB für die Vermarktung verantwortlich. Mit Roadshows, auf Kongressen, Messen und via Internet wendet sich das LogistikNetz 2012 direkt an die Zielgruppen.

Wo ist die Prignitz? Unternehmen aus Hafenstädten wie Hamburg, Bremen oder Rotterdam, aber auch aus Rostock und Stettin wissen wenig über die Hauptstadtregion und ihr Logistikpotenzial. Das soll sich ändern: Im Frühjahr 2012 startet das LNBB mit der Vermarktung der Region als Hub für die Seehäfen. Dr. Norbert Wagener, LNBB-Mitglied und Geschäftsführer der Unternehmensberatung Wagener & Herbst, und sein Kollege Wulfram Overmann leiten für das LNBB die Planung und Umsetzung.

Freie Flächen und gute Konditionen

Eine ihrer ersten Aufgaben besteht darin, mit Vorurteilen aufzuräumen. „Viele Unternehmer, mit denen wir sprechen, sagen uns ‚Berlin ist doch voll, da gibt es gar keine Gewerbeflächen‘. Nur wenige denken an das angrenzende Umland mit den Güterverkehrszentren“, sagt Wagener. „Auch den Satz ‚In Berlin gibt es keine Industrie‘ haben wir schon häufig gehört ? dabei sind in den letzten Jahren interessante Industriecluster entstanden, etwa Automotive im Süden Berlins, Holzverarbeitung in der Prignitz, Solar in Frankfurt/Oder, Chemie in Schwarzheide und Papier in Schwedt.“ Im Marketingkonzept lässt das LNBB Fakten sprechen. Denn Berlin-Brandenburg bietet gute Bedingungen, um als verlängerter Arm der Seehäfen zu fungieren: freie Flächen mit guter Infrastruktur, niedrige Mieten und Grundstückspreise sowie attraktive Lohnkosten.

„Diese Vorteile wollen wir noch bekannter machen“, sagt Norbert Wagener. Neben der direkten Ansprache auf Veranstaltungen und in Mailingaktionen soll es dafür ab Mitte 2012 eine Projekt-Website geben. Dort findet sich dann eine interaktive Geo-Datenbank, die Auskunft über Infrastruktur und andere relevante Faktoren gibt wie Flächenverfügbarkeit, Rahmenbedingungen, Verkehrsanbindung und logistische Services.

Erst analysieren, dann kommunizieren

Im Vorfeld der Arbeit gab das LNBB Marktanalysen in Auftrag. „Um Unternehmen zu überzeugen, müssen wir wissen, wer welchen Bedarf hat. Dann kann das LNBB die Standortvorteile, die besonders gut auf die Anforderungen passen, bei den Gesprächen und Präsentationen nach vorne stellen“, sagt Wulfram Overmann. Auch in anderer Hinsicht sind die Analysen aufschlussreich: Beispielsweise hat die Untersuchung der niederländischen und belgischen Häfen Hinweise geliefert, die das LogistikNetz für die künftige Entwicklung von Berlin-Brandenburg als Hub nutzen will. Hier sind insbesondere Ansätze wie ‚Circle Lines‘ und ‚Extended Gate Concept‘ zu nennen, die auf enge Kooperation der Beteiligten setzen.

Logistik gemeinsam bewältigen

Die Analysen besagen außerdem, dass die Containerverkehre in den großen Häfen künftig weiter zulegen. Ein Zeichen für das erwartete Wachstum ist der Bau immer größerer Containerschiffe. Für Waren, die anschließend in Zentral- und Osteuropa verteilt werden sollen, ist die Hauptstadtregion schon unter geografischen Gesichtspunkten ideal. „Berlin liegt auf halber Strecke zwischen Rotterdam und Polen“, sagt Norbert Wagener. „Es bietet sich an, Container vom Hafen direkt nach Berlin-Brandenburg zu bringen. Wir können die Waren in unseren GVZs und Terminals für Kombinierte Verkehre zwischenlagern, sortieren, veredeln und verpacken.“

Zur Zielgruppe, die das LNBB beim Standortmarketing besonders im Blick hat, gehören deshalb auch Bahnunternehmen und Terminalbetreiber, Reedereien und Leasinggesellschaften. Importeure und Händler, die deutschlandweit versenden, kommen in der Region ebenfalls auf ihre Kosten: Pakete werden von hier aus über Nacht

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