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Kiel erhält Wayport-Funktion für Container

Der Kieler Hafen wurde von der Rederi AB TransAtlantic, Göteborg, in ihr Liniennetz aufgenommen und erhält so eine Wayport-Funktion für Container. Ab sofort legen die Schiffe der Bothnia Line von Kemi/Oulu (Finnland) nach Zeebrügge/Antwerpen (Belgien) einmal wöchentlich einen Zwischenstopp in Kiel ein.

Im Kieler Ostuferhafen werden Container-Teilmengen gelöscht, die via Hamburg für Übersee bestimmt sind. Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer der Seehafen Kiel GmbH & Co. KG: „Bei diesem Projekt profitieren wir von der Lage am Nord-Ostsee-Kanal. Unsere Wayport-Funktion ist ein schönes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen Kiel und Hamburg, da so die finnische Ladung weiterhin über norddeutsche Häfen umgeschlagen wird.“ Die für TransAtlantic gelöschten Container werden von Kiel aus per Blockzug in die Hamburger Terminals verbracht und von dort nach Übersee verladen.

Als erstes Schiff der Bothnia Line traf das RoLo-Schiff „Transpine“ (Tonnage: 20.850 GT, Länge: 179 m) am Morgen des 30. Januar im Ostuferhafen ein. Innerhalb von drei Stunden wurden mehr als 100 Container mit zwei Kränen gelöscht. Manfred Schröder, Inhaber der gleichnamigen Schiffsmaklerei und für den Kiel-Anlauf verantwortlicher TransAtlantic-Agent: „Wir sind mit der Performance sehr zufrieden. Im Kieler Hafen wurde schnell und zuverlässig gearbeitet.“ Die in Kiel gelöschten Container enthalten finnische Forstprodukte für verschiedene Destinationen in Übersee. Noch am Vormittag setzte die „Transpine“ ihre Reise durch den Nord-Ostsee-Kanal mit Ziel Antwerpen fort, während die in Kiel gelöschten Container bereits auf die Bahn Richtung Hamburg weiter verladen wurden. In der kommenden Woche wird das Schwesterschiff der „Transpine“, die „Transwood“, zu einem Zwischenstopp in Kiel erwartet.

Die Seehafen Kiel GmbH & Co. KG betreibt den Kieler Handelshafen im öffentlichen Auftrag der Landeshauptstadt Kiel, deren 100-prozentiges Tochterunternehmen sie ist. Der Ostuferhafen ist das Kieler Logistikzentrum und Drehscheibe im Handel mit den Anrainerstaaten der östlichen Ostsee. An Liegeplatz 1 des Ostuferhafens verfügt die Seehafen Kiel über zwei leistungsstarke Kräne und direkten Gleisanschluss. Im vergangenen Jahr wurden in Kiel gut 28.000 TEU verladen bzw. gelöscht. Dirk Claus: „Der Container wird auch in Kiel weiter an Bedeutung gewinnen. Wir wollen die einmalige Lage Kiels am Eingang des Nord-Ostsee-Kanals nutzen, um die Wayport-Funktion dauerhaft zu etablieren.“ Der Kieler Hafen setzt dabei verstärkt auf eine enge Zusammenarbeit mit Hamburg und die Mitgliedschaft bei Hafen Hamburg Marketing e.V.

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