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Kein Ferienfahrverbot am Gründonnerstag und Pfingstfreitag

Große Zufriedenheit herrscht im Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung, Frankfurt am Main, zur Entscheidung der Hausleitung im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, im Zuge des Anhörungsverfahrens das vorgesehene Fahrverbot an Gründonnerstag und Pfingstfreitag wieder aus dem Verordnungsentwurf zu streichen.

Der BGL weist darauf hin, dass die „Brummis“ seit Jahrzehnten die Autobahnen im Ferienreiseverkehr an den Wochenenden ohne zu murren räumen, um den Freizeit- und Ferienbedürfnissen der Bevölkerung entgegenzukommen. Für viele Brummifahrer bedeutet dies, dass sie vielfach auf ein Wochenende zu Hause verzichten müssen, um auf Rastanlagen und Autohöfen ihre Wochenenden in den heißen Sommermonaten zu verbringen. Nicht mehr zumutbar war nach Ansicht des BGL allerdings die Vorstellung der Ministerialbürokratie, das Ferienfahrverbot auf „normale Werktage“ in ohnehin verkürzten Arbeitswochen auszudehnen. So hätte die Einführung eines Ferienfahrverbots am Gründonnerstag bedeutet, dass trotz eines Werktags Lkw-Verkehre im Fernverkehr unmöglich gemacht worden wären. Eine „Umleitung“ der großen Güterströme über nachgeordnete Bundes-, Landes- und auch innerstädtische Straßen wäre einfach nicht darstellbar und schon gar nicht für die Bevölkerung sowie die Fahrer zumutbar gewesen, argumentiert der Verband. Darüber hinaus hätten viele Fahrer durch die neuen Fahrverbote ihre Heimatstandorte nicht mehr erreichen können, so dass für sie die Feiertage Ostern und Pfingsten auf Rastanlagen und Autohöfen stattgefunden hätten. Auch wäre völlig offen gewesen, wer die Wirtschaft versorgt. Mit 2 Ausfalltagen in der Osterwoche wären wahrscheinlich am Ostersamstag schon bestimmte Regale in den Supermärkten nicht mehr gefüllt gewesen. Am Dienstag nach Ostern spätestens wäre dann klar geworden, was es bedeutet, den Wirtschafts- und Versorgungsverkehr für so lange Zeiten alternativlos zu unterbinden.

„Die Vernunft und der Pragmatismus haben erfreulicherweise über die Bürokratie gesiegt. Das Transportgewerbe und vor allen Dingen hunderttausende von Fahrern sind Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer dankbar dafür, dass er das absehbare Chaos gestoppt hat. Den daheim gebliebenen Verbrauchern werden frustrierende Erfahrungen im Supermarkt erspart. Die Industrie und das Handwerk können ihre Arbeit verrichten, ohne wegen Material- und Teilemangel auf Leerlauf umzustellen“, meint BGL-Präsident Hermann Grewer.

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