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Transportmarkt startet schwach ins Jahr 2012

Die Transportbranche hat den schlechtesten Jahreswechsel seit der großen Wirtschaftskrise 2008 erlebt. Das geht aus den aktuellen Zahlen des TimoCom Transportbarometers hervor. Demnach lag im 1. Quartal 2012 der Frachtanteil im Verhältnis zu den freien Kapazitäten 20 Prozentpunkte unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Doch es scheint, dass mit den wärmeren Temperaturen auch der Transportmarkt langsam auftaut.

Kurz nach Silvester ging es steil bergauf ? mit den Temperaturen. In Westeuropa hielt zum Jahresstart der Frühling Einzug und mit ihm tendierte auch das Transportbarometer der Firma TimoCom freundlicher als noch gegen Ende des Jahres 2011. Leider hielt der Aufwärtstrend weder beim Wetter noch in der Transportbranche an. Mitte Januar kam der Winter und hielt Europa bis Ende Februar fest im Griff. Im Transportbarometer schlug sich das in einem deutlichen Fracht-zu-Laderaummissverhältnis nieder: den 31 Prozent angebotene Fracht standen 69 Prozent freie Laderaumkapazitäten gegenüber. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres bot sich dem Betrachter ein völlig anderes Bild. Damals gab es auf dem Markt mehr Frachten als freien Laderaum (54:46).

Wintereinbruch verhagelt Ergebnis

Der Februar war weiterhin Eiszeit in Europa. Auch das Transportbarometer schien eingefroren wie die Straßen und zeigte sich Ende des Monats mit einem Fracht-zu-Laderaumverhältnis von 32:68 praktisch unverändert gegenüber dem Vormonat. Wiederum lagen diese Werte weit unter denen des Vorjahres (51:49). „Der zum Teil extreme Winter Anfang des Jahres hat der europäischen Transportbranche das Quartalsergebnis ganz schön verhagelt. Von unseren Kunden in Ex-Jugoslawien wissen wir beispielweise, dass dort der Transportmarkt im Februar nahezu komplett zum Erliegen gekommen ist.“, erklärt Marcel Frings, Chief Representative von TimoCom.

Erkennbarer Aufwärtstrend

Traditionell gibt es im März, also vor allem mit Blick auf Ostern, wieder mehr zu transportieren. So auch im 1. Quartal 2012. Allerdings fand das in diesem Jahr auf einem niedrigen Niveau statt. „Im März 2010 betrug der Anteil der Fracht 54 Prozent, 2011 sogar 59 Prozent. Doch in diesem Jahr waren die Vorzeichen der ersten beiden Monate bereits so schwach, dass wir lediglich auf ein Fracht-zu-Laderaumverhältnis von 42:58 kamen“, fasst Frings die Lage auf dem Transportmarkt zusammen.

Nachdem das TimoCom Transportbarometer im 1. Quartal 2012 mit einem Ergebnis von 35:65 abschließt (2010: 44:56; 2011: 55:45), bleibt die spannende Frage, wie sich der Transportmarkt im kommenden Quartal weiter entwickeln wird. Eine Schlüsselposition nimmt dabei die Ausweitung der Euro-Krise ein. Kommt es zu weiteren Kollapsen, beispielweise in Ländern wie Spanien? Und was hat das dann für einen Einfluss auf die Transportbranche? In den letzten März-Tagen ist im Barometer zumindest ein laues Lüftchen in Richtung transportreiches Frühjahr zu spüren.

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