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Chemielogistik: BVL schreibt Studie aus

Chemielogistik ist eines der Fokusthemen der Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V.: Bei Regionalgruppenveranstaltungen, beim Branchenforum Chemielogistik NRW oder auch beim Deutschen Logistik-Kongress werden regelmäßig Themen aus diesem Arbeitsbereich aufgegriffen. Eine Studie soll 2012 Analysen und Hintergründe liefern.

Ab sofort läuft die Ausschreibung für die Studie „Chemielogistik“. Aufgerufen zur Teilnahme sind logistikaffine Institute an Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen, Berufsakademien und Forschungsreinrichten mit nachgewiesener Kompetenz in Themen der chemischen Industrie. Zur Durchführung der Studie steht ein Gesamtbudget von 35.000 Euro brutto zur Verfügung. Teil der Leistung ist die Darstellung der Studienergebnisse in Form einer Broschüre mit einer Druckauflage von 2.000 Stück und einem Umfang von maximal 50 Seiten. Die Bewerbung sollte maximal 10 Seiten umfassen. Einreichungsschluss ist 30. April 2012. Die Entscheidung über die Vergabe erfolgt bis zum 31. Mai. Termin für die Erbringung der vollständigen Leistung ist der 31. Dezember 2012. Der vollständige Text der Ausschreibung steht im Internet zum Download zur Verfügung.

Das Ende Februar von der BVL gemeinsam mit den Partnern ChemCologne und LogistikCluster NRW veranstaltete erste Branchenforum Chemie Logistik.NRW im Leverkusener Chempark war mit über 130 Teilnehmern sehr gut besucht. Chemieunternehmen und Dienstleister erwarten ein gutes Logistikjahr 2012 und wollen zukünftig im BranchenKreis ChemieLogistik über gemeinsame logistische Themen diskutieren. In einem ersten Impulsvortrag beleuchtete Dr. Wolfgang Backmerhoff von der Hochschule Neuss einige Rahmenbedingungen für die Chemielogistik. Unter anderem sagte er langfristig einen Mangel an Gefahrgutlagern voraus. Anschließend trug Lothar Hinterlang von der Chemion Logistik GmbH zu den Trends in der Chemielogistik vor. Sein Plädoyer: Die Anforderung in Supply-Chains und Prozessen zu denken steigt auch in der Chemielogistik. Dabei muss sich der Logistikdienstleister vom Erfüllungsgehilfen zum „Logistik-Berater“ (Planung/ Steuerung) weiterentwickeln. Ein weiterer wichtiger Diskussionspunkt war die fehlende gemeinsame Betrachtung der Logistikprozesse durch Chemieunternehmen und Logistikdienstleister. Derzeit optimieren sich die Unternehmen vorwiegend selbst ? auch zu Lasten anderer Beteiligter der Logistikkette.

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