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Logwin nimmt Röntgenscanner in Betrieb

Der international tätige Logistikdienstleister Logwin kann Luftfracht ab sofort als „sicher“ erklären: Seit dem 26. März betreibt das Unternehmen in seiner exportstärksten deutschen Niederlassung einen eigenen Röntgenscanner. Am Stuttgarter Flughafen ist Logwin damit der erste Luftfracht-Spediteur, der die Sendungen seiner Kunden selbst kontrollieren kann.

Das fünf Tonnen schwere Gerät steht im Logwin-Lager in Stuttgart. Hier trifft die Ware der Kunden ein und durchläuft den Zoll. Seit neuestem kann der Logistikdienstleister die Fracht mit dem Röntgenscanner überprüfen. „Für unsere Kunden ist das ein enormer Vorteil, sie sparen dadurch in Zukunft sehr viel Zeit“, sagt Werner Sander, Niederlassungsleiter von Logwin in Stuttgart. Denn eine EU-Verordnung verändert die Abläufe bei der Abfertigung von Luftfracht. In der Folge wird sich ab 2013 der Anteil an „unsicherer“ Fracht, die aufwändig am Flughafen kontrolliert werden muss, deutlich erhöhen. Für die Röntgenscanner vor Ort steigt das Aufkommen dadurch erheblich. Insbesondere in stark frequentierten Zeiten müssen Unternehmen ihre Sendungen schon bis zu drei Tage vor Abflug anliefern, damit ihre Packstücke rechtzeitig abheben können. Mit dem Röntgenscanner von Logwin profitieren die Kunden des Logistikdienstleisters davon, dass die Abfertigung aus eigener Hand besser zu steuern und dadurch deutlich schneller ist.

Tausende Packstücke pro Monat

Die Vorschriften des Luftfahrt-Bundesamtes geben vor, wie groß die Öffnung des Geräts sein darf ? maximal 1,80 Meter mal 1,80 Meter. Diese Größe hat auch der Röntgenscanner von Logwin. Für den Betrieb verfügt das Unternehmen über eine Strahlenschutzgenehmigung und beschäftigt Strahlenschutzbeauftragte. Nur speziell geschultes Personal darf das Gerät bedienen. Je nach Größe lassen sich manche Sendungen schneller abfertigen als andere: Besonders lange Packstücke müssen gegebenenfalls mehrere Röntgenvorgänge durchlaufen, kleinere Kartons können gleichzeitig durchleuchtet werden ? abhängig vom Außenmaß passen bis zu zwanzig Kartons in den Röntgenscanner. Noch sind die Frachtmengen, die das Gerät durchlaufen, relativ gering. „Ab April 2013 allerdings werden wir vermutlich mehrere Tausend Packstücke pro Monat kontrollieren“, sagt Sander.

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