Newsticker

Kühne + Nagel unzufrieden mit Ergebnissen im ersten Quartal

Trotz weiterer Volumenzuwächse bei Kuehne + Nagel führten Kostensteigerungen, verringerte Margen im Frachtgeschäft sowie eine von der Europäischen Kommission verhängte Kartellbuße in Höhe von CHF 65 Mio. zu unbefriedigenden Ergebnissen im ersten Quartal 2012.

Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres blieb der Umsatz mit CHF 4.834 Mio. stabil (währungsneutralisiert: Anstieg um 5,4 Prozent) und der Rohertrag erhöhte sich um 3,0 Prozent (währungsneutralisiert: 8,1 Prozent) auf CHF 1.502 Mio. Das Betriebsergebnis (EBITDA) ging um 12,4 Prozent auf CHF 218 Mio. zurück, nach Berücksichtigung der Kartellbuße auf CHF 153 Mio. Der Reingewinn verringerte sich um 14,2 Prozent auf CHF 133 Mio., nach Berücksichtigung der Buße auf CHF 68 Mio.

„Im ersten Quartal mussten wir uns mit einer Reihe von widrigen Faktoren auseinandersetzen“, sagte Reinhard Lange, CEO der Kühne + Nagel International AG. „Unsere Investitionen in Wachstumsinitiativen hatten überproportionale Kostensteigerungen zur Folge. Mit strikter Kostendisziplin und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität werden wir diesem Trend entgegenwirken. Des Weiteren waren die Gewinnmargen in der See- und Luftfracht rückläufig. Hinzu kam die einmalige Belastung durch die am 28. März 2012 gemeldete hohe Kartellstrafe. Dennoch konnten wir ein über dem Markt liegendes Wachstum realisieren.“

Seefracht

In der Seefracht steigerte Kühne + Nagel sein Containervolumen um 9 Prozent, während der Markt ersten Indikationen zufolge nur zwischen 3 und 4 Prozent zulegte. Entsprechend der strategischen Zielsetzung generierte das Unternehmen einen deutlichen Anstieg derMengen in den transatlantischen und transpazifischen Verkehrsrelationen. Als Folge des Margendrucks, u.a. beeinflusst von signifikanten Ratenerhöhungen in verschiedenen Fahrtgebieten, und hohen Investitionen in Informationstechnologie und Vertrieb, ging die EBITDA-Marge im Verhältnis zum Rohertrag von 35,9 Prozent im Vorjahr auf 30,3 Prozent zurück. Das Betriebsergebnis verringerte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 15,2 Prozent.

Luftfracht

Der internationale Luftfrachtmarkt hatte in den ersten drei Monaten des Jahres 2012 eine rückläufige Volumenentwicklung zu verzeichnen und schrumpfte um 3 Prozent, wogegen er im Vergleichsquartal des Vorjahres noch merklich zulegte. Kühne + Nagel steigerte seine Tonnage im ersten Quartal um 4 Prozent. Neben der anhaltend guten Auftragslage in Südamerika war die Mengenentwicklung innerhalb Asiens und in den Relationen aus dem asiatisch-pazifischen Raum nach Nah-/Mittelost positiv, was u.a. auf den Erwerb einer auf Perishables Logistics spezialisierten Firma in Australien zurückzuführen war. Investitionen in Wachstumsinitiativen und Informationstechnologie bewirkten einen Rückgang der EBITDA-Marge im Verhältnis zum Rohertrag von 32,3 auf 26,5 Prozent. Das Betriebsergebnis lag mit CHF 54 Mio. um 14,3 Prozent unter Vorjahr, unter Berücksichtigung der Kartellstrafe war ein Verlust von CHF 11 Mio. zu verbuchen.

Landverkehre

Im europäischen Landverkehr machte Kühne + Nagel trotz der angespannten Wirtschaftslage in Südeuropa gute Fortschritte und konnte in den Segmenten Stückgut und Teil- und Komplettladungen zulegen. Zu dem Anstieg des Nettoumsatzes um währungsbereinigt 18 Prozent leistete das seit 2011 zur Kühne + Nagel-Gruppe gehörende britische Unternehmen RH Freight wertvolle Beiträge. Das Betriebsergebnis verbesserte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 7,7 Prozent, die EBITDA-Marge blieb mit 1,9 Prozent stabil auf Vorjahresniveau.

Kontraktlogistik

Die Kontraktlogistikaktivitäten entwickelten sich im ersten Quartal 2012 regional sehr unterschiedlich. Die starke Nachfrage in Zentraleuropa, Asien und Südamerika zeigte sich in der Erhöhung des Nettoumsatzes um währungsbereinigt 6 Prozent. Dagegen führten Margendruck und ko

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*