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Geis mit neuem Service für Hightech-Geräte

Die international tätige Geis-Gruppe hat ihr Leistungsangebot deutlich erweitert: Der Logistikdienstleister übernimmt jetzt zusätzlich zu Transport und Lagerung auch die Installation von hochempfindlichen und bis zu 16,5 Tonnen schweren Magnetresonanztomographen. Auch andere medizinische Hightech-Geräte installieren 15 eigens dafür ausgebildete Geis-Mitarbeiter in Arztpraxen und Krankenhäusern weltweit.

Vor sechs Monaten startete die auf nationale und internationale Transportlogistik spezialisierte Geis Eurocargo GmbH den neuen Service. „Wir haben dafür kräftig investiert“, sagt Klaus Stäblein, Geschäftsführer und verantwortlich für den Geschäftsbereich Road Services Deutschland. „Bei dem Projekt sind vier nagelneue Lkw-Züge mit Luftfederung und 3-Tonnen-Hebebühnen sowie zehn isolierte und zum Teil beheizbare Wechselkoffer mit Edschaverdeck und speziellem Befestigungssystem am Boden im Einsatz.“

Zwischenlager mit 20-Tonnen-Kran

Mit ihnen bringen Geis-Mitarbeiter die Magnetresonanztomographen (MRT) und andere medizinische Geräte entweder direkt zu den Verwendungsstellen wie Krankenhäuser und Arztpraxen oder lagern die Geräte bei Terminverschiebungen zwischen. Dafür nutzt Geis sein Logistik- und Technologiezentrum in Erlangen-Frauenaurach, das vergangenes Jahr eröffnet wurde. Hier hat der Dienstleister einen 20-Tonnen-Kran zum Be- und Entladen der bis zu 16,5 Tonnen schweren Hightech-Geräte sowie zehn Kühlplätze installiert.

Auch die Einsatzzentrale für den neuen Service befindet sich in dem Logistikzentrum. „Wir steuern von Frauenaurach aus die Transporte und den Einsatz unserer Technikerteams“, sagt Projektleiter Andreas Schlenz. „Zudem koordinieren wir das gesamte Projekt, holen Genehmigungen ein und legen gemeinsam mit den Kunden die Einbringungswege fest.“ Für die oftmals komplexe Einbringung der MRTs und deren Installation wurde jeder beteiligte Geis-Mitarbeiter für jede Anlage vom Hersteller ausgebildet und zertifiziert.

Millimeterarbeit mit Kran und Muskelkraft

Beim Einsatz vor Ort heißt es für das Geis-Team zunächst Straßen absperren, Kräne organisieren und die Wege innerhalb und außerhalb des Gebäudes be-gradigen. Die Einbringung selbst ist Millimeterarbeit. Denn Erschütterungen der mehrere Millionen Euro teuren MRTs müssen unbedingt vermieden werden. Sind die Geräte schließlich an Ort und Stelle, werden sie von den Geis-Technikern montiert, verkabelt und verkleidet. Am Ende nimmt das Geis-Team das Verpackungsmaterial und bei Bedarf auch Altgeräte direkt wieder mit.

Europaweite Transporte ? globale Installation

Solche Komplettpakete aus Transport, Einbringung und Montage übernimmt die Geis-Gruppe in ganz Europa. „Kürzlich haben wir zum Beispiel einen Tomographen zu einem Krankenhaus in die bulgarische Hauptstadt Sofia geliefert und installiert“, sagt Andreas Schlenz. „Und ein Technikerteam ist gerade aus Peking zurückgekehrt. Dabei haben wir zwar nicht den Transport, dafür aber die Montage und Installation einer Anlage übernommen. Für diese Aufgaben sind unsere Techniker weltweit im Einsatz.“

Das Know-how aus diesen Projekten will Geis künftig auch für andere Branchen nutzen. „Es kommt schließlich auf die Anforderungen an und nicht auf das Produkt“, sagt Klaus Stäblein. „Unsere Kompetenzen kommen vor allem dort zum Tragen, wo es um schwere Produkte und komplexe Prozesse geht.“

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