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Vorfahrt für Paketdienste in Innenstädten

Der Präsident des Bundesverbandes Internationaler Express- und Kurierdienste (BIEK) Gunnar Uldall forderte, während des gestern in Berlin stattfindenden Branchenkongresses, die besondere Beachtung der Kurier-, Express- und Paket- (KEP) Dienste in Politik und Öffentlichkeit. „KEP-Dienste leisten einen erheblichen Beitrag zur Attraktivität der Innenstädte. Sie beliefern schnell und zuverlässig den Facheinzelhandel und Dienstleistungsunternehmen. Darüber hinaus tragen sie zur Verkehrsentlastung bei, weil sie einzelne Anlieferfahrten zusammenfassen. Sie fahren mit vollen Fahrzeugen in die City hinein und voll wieder heraus. Der Individualverkehr geht aufgrund ihrer Tätigkeit zurück“, erläutert Uldall. „Daher sollte ihre Dienstleistung nicht durch Restriktionen, wie Zufahrtsbeschränkungen, behindert werden. Sie benötigen vielmehr Vorfahrt in den Städten. Busspuren sollten für die Dienste freigegeben, Ladezonen mit Halteverboten für den Individualverkehr versehen werden“, so Uldall weiter.

KEP-Dienste stärken -vor allem den mittelständischen- Einzelhandel und damit die Urbanität; Städte bleiben lebendig und attraktiv für Kunden und Einwohner. Eine Untersuchung anhand der Stadt Köln hätte gezeigt, dass die Dienste für eine flexible, schnelle und losgrößenunabhängige Belieferung in Innenstädten sorgen. Damit könnte der Handel ein breites und vielfältiges Sortiment bieten und schnell auf saisonale Änderungen und neueste Trends reagieren. Des Weiteren würden die Kosten für beispielsweise Lagerhaltung, Warenbestand und Mieten sinken. Die Wirtschaftlichkeit des Angebotes im Innenstadthandel erhöht sich.

Die Kölner Untersuchung hat ergeben, dass mit der zusammengefassten Anlieferung durch die KEP-Fahrzeuge eine jährliche Einsparung von 2,3 Millionen Fahrzeugkilometern in Köln verbunden ist.

Die KEP-Dienste sind Meister in der Bündelung von Sendungen. „Sie sind zu vergleichen mit den Autobussen. So wie diese die Fahrgäste gemeinsam in die Innenstadt bringen, bringen die KEP-Fahrzeuge die Sendungen zusammen in die City. Daher sollten KEP-Dienste ebenso besondere Vorfahrt genießen“, fordert BIEK-Präsident Uldall.

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