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Mittelstandsforum: Internationalisierung der Lieferketten ist zentrale Herausforderung

Rund 100 Logistik-Verantwortliche aus dem Mittelstand trafen sich am 25. und 26. April zum BVL Mannheim im Mannheimer Schloss. Das Motto: Kernkompetenz Logistik ? Wertschöpfungsketten optimieren. Im Verlauf des Forums kristallisierte sich heraus, dass insbesondere die Internationalisierung der Lieferketten die Logistiker in mittelständischen Unternehmen vor eine Herausforderung stellt.

Nach der Begrüßung durch Moderator und BVL-Regionalgruppensprecher Professor Michael Schröder von der Uni Mannheim referierte Werner Harder, Direktor Supply Chain, MAPA GmbH, Zeven, über Erfolgsfaktoren in der Supply Chain. Er betonte die Anpassungsfähigkeit von Supply Chains als besonderer Erfolgsfaktor vor dem Hintergrund des volatilen internationalen Umfelds. Die Geschwindigkeit sei dabei entscheidend. Um diese Flexibilität sicher zu stellen, sind gute Planung und funktionierende Informationsflüsse unerlässlich. Dazu braucht es modernste IT-Tools, wie Kommunikationsplattformen und Forecasting-Systeme. Besonders wichtig: auch die Lieferanten müssen so früh wie möglich in die Informationsflüsse eingebunden werden.

„Finanzierungsstrukturen und potentielle Risiken ? Unternehmen sicher finanzieren“, lautete der Vortragstitel von Dr. Benjamin Mohr, Volkswirt für Konjunktur- und Wirtschaftsforschung, Verband der Vereine Creditreform e.V., Wirtschaftsforschung, Neuss. Er schilderte unter anderem den Umstand, dass Logistik-Dienstleistungsunternehmen durchschnittlich mehr Kredite nachfragen als die Gesamtwirtschaft, gleichzeitig aber auch den schlechtesten Bonitätsindex aufweisen. So wird jede fünfte Kreditanfrage abgelehnt.

Unter der Überschrift „Herausforderung bei der Umsetzung internationaler Wertschöpfungsstrukturen – Globales Lieferkonzept eines international operierenden Mittelständlers“ berichtete Thomas Henkel, Leiter Logistik, SICK AG, Waldkirch und Regionalgruppensprecher der BVL, über den Status des Internationalisierung der SICK AG. Nachdem in Europa bereits ein Logistik-Konzept mit einem zentralen Logistics Center als Kernstück am Stammsitz in Waldkirch umgesetzt wurde, arbeitet das Unternehmen zurzeit an der China-Logistik. Grundsätzlicher Gedanke: Im Sinne größtmöglicher Transparenz sollte das Konzept so zentralisiert wie möglich und so dezentral wie nötig angelegt sein. Auch Henkel betonte die Bedeutung durchgängiger Informationsflüsse.

Herausforderungen mit dem Produktionsland China waren das Thema von Thomas Mayer, Global Logistics and Supply Chain Manager beim Sensorenhersteller IEE International Electronics & Engineering S.A, Contern, Luxemburg. Dazu zählt neben einer hohen Personalfluktuation und einem hohen Trainingsaufwand sowie Korruption auch die Tatsache, dass Produktionsstandorte fremd bestimmt werden. Grund hierfür sind unter anderem Local-Content-Vorschriften, die eine Produktion in China erzwingen können.

Über aktives Bestandsmanagement in globalen Lieferketten sprach Thomas Alpers, Leiter Produktion bei der Karl Wörwag Lack- und Farbenfabrik GmbH & Co. KG in Stuttgart. Sein Unternehmen verfügt über Standorte in Deutschland, USA, der Schweiz, Spanien, Polen, China und Südafrika. Er fasste die Erfolgsfaktoren wie folgt zusammen: aktives globales Bestandsmanagement, Knowhow-Transfer über alle Standorte, Change-Management sowie bereichsübergreifendes Denken und Handeln bei allen Beteiligten ? alles gestützt durch eine moderne und entsprechend integrative IT.

Ute Hacke, Leiterin Projektmanagement und Services bei der medac GmbH in Wedel, beschrieb den ganzheitlichen Umbau der Unternehmenslogistik, den sie begleitet hat. Dabei wurde ein prozessorientierter Logistikansatz gewählt, um die Komplexität zu beherrschen, die Transparenz zu erhalten und so das Wachstum lenken zu können.

Logistik- und Instandsetzungslösungen in der Telekommunikationsbranche waren das Thema von Marc Fuchs, Managing Director bei der CTDI SAS in

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