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Rieck: Täglich nach Russland

Von ihrem Hauptsitz am GVZ Berlin Süd bringt die Rieck Logistik-Gruppe täglich Stückgutsendungen nach Russland. Rieck nutzt dafür den kombinierten Verkehr per Lkw und Fähre. Im Schnitt ist diese Variante doppelt so schnell wie der reine Landverkehr.

Nationale und internationale Güter mit Ziel Russland laufen am Rieck Hauptsitz zusammen. Von Montag bis Freitag konsolidiert der Logistiker hier im GVZ Berlin Süd die Sendungen und organisiert den Weitertransport nach St. Petersburg. „Berlin ist eines unserer drei Drehkreuze für Osteuropa-Verkehre“, sagt Rieck Sea Air Cargo-Geschäftsführer Oliver-Karsten Thormählen. „Im Januar dieses Jahres haben wir tägliche Abfahrten nach Russland eingerichtet, um den russischen Markt kontinuierlich mit Importgütern wie Maschinen, Anlagenteilen und Konsumartikeln zu versorgen.“

Vier Tage sparen

Für die Strecke von Berlin zu den Fährhäfen Lübeck oder Mukran auf Rügen braucht ein Lkw einen Tag, die Fahrt per Fähre über die Ostsee dauert zweieinhalb Tage, das sind knapp vier Tage insgesamt. Auf der Straße ist ein Lkw oft doppelt so lange unterwegs. „Unter den aktuellen Gegebenheiten ist der kombinierte Verkehr die beste Option für uhrzeitgenaue Lieferungen in den Norden Russlands“, sagt Irina Bogdanova, Direktorin der Rieck-Beteiligung Fracht-Trans in St. Petersburg. „Kunden können sich auf feste Abfahrts- und Ankunftszeiten verlassen.“ Insbesondere die Automobilindustrie und Produzenten der Haushaltstechnik oder der Unterhaltungselektronik sind darauf angewiesen, dass alle Zulieferteile zum definierten Zeitpunkt am Band sind.

Schnelle Zollabfertigung

Das pünktliche Eintreffen am Bestimmungsort gewährleistet Rieck auch dank des eigenen Zolllagers am Hafen von St. Petersburg. „Sobald die Fähre angelegt hat, können wir sofort am RoRoTerminal entladen, abfertigen und die Sendungen anschließend per Lkw in Russland verteilen. Damit sparen wir Wartezeit am St. Petersburger Zollamt, das chronisch überlastet ist“, sagt Oliver-Karsten Thormählen.

Lkw-Verkehre über Straßengrenzübergänge versucht Rieck zu vermeiden, da hier die Zollformalitäten diffizil und zeitaufwändig sind. Denn so lange die beschlossene Verzollung an den Außengrenzen nicht vollständig umgesetzt ist, gelten häufig weiterhin die alten Gesetze: Bestimmte Warengruppen dürfen danach nur an bestimmten Zollämtern abgefertigt werden. Einige Unternehmen haben besondere Vereinbarungen mit ihren lokalen Zollämtern getroffen. Zudem legt der Importeur fest, wo er verzollen lassen will, nicht der Versender. Überall im Land haben sich somit einzelne Zollabfertigungsstationen entwickelt. Wer keine Komplettladung für einen Empfänger und mit nur einer Produktart befördert, muss viele verschiedene Zollstationen durchlaufen. „Für den Versender und seinen Logistikdienstleister wird es dadurch kompliziert“, sagt Irina Bogdanova. „Ein eigenes Zolllager und die feste Zusammenarbeit mit einem Zollagenten machen die Prozesse gerade bei Stückgutsendungen einfacher und schneller.“

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