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Hegele: Multi-User-Warehouse am Frankfurter Flughafen

In unmittelbarer Nähe des Frankfurter Flughafens errichtete der Karlsruher Logistiker Simon Hegele Ende 2011 ein mehr als 55.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum ? das so genannte LC Frankfurt. Die anspruchsvolle IT-Unterstützung sämtlicher Prozesse sowie die Einrichtung einer Cloud zum Abfedern von Leistungsspitzen übernahmen der LogSolution und Erhardt+Partner (E+P). Dessen Lagerführungssystem LFS koordiniert und optimiert Wareneingang, Kommissionierung und Warenausgang in mehreren Lagerbereichen.

Hierzu zählen ein Hochregallager mit rund 45.500 Palettenplätzen und ein automatisches Kleinteilelager mit 55.000 Plätzen für Eurobehälter oder 110.000 Standardbehälter. Das Transport-Management-System LogTMS von LogSolution übernimmt Planung und Optimierung der Verladung und der Touren. Die Inbetriebnahme des umfangreichen Projekts dauerte gerade einmal vier Monate.

Die Waren des Laborausrüsters Thermo Fischer Scientific und eines Medizintechnikanbieters sind bereits in das fünf Hektar große Multi-User-Warehouse eingezogen. Der Lagerbestand weiterer Kunden soll in Kürze folgen. Allein für den Marktführer im Bereich Medizintechnik werden auf 7.500 Quadratmetern 45.000 verschiedene Artikel bevorratet. Damit die logistischen Prozesse reibungslos und möglichst effizient funktionieren, vertraut Hegele auf das Lagerführungssystem LFS im Zusammenspiel mit dem Warenwirtschaftssystem SAP und dem LogTMS von LogSolution. Die Software wurde bei diesem Projekt zum einen im Rechenzentrum von LogSolution in Duisburg auf einem IBM p7-Server aufgesetzt und zum anderen als redundantes Netzwerk auf Cloud-Computing-Basis.

Die besondere Anforderung an das Lagerführungssystem LFS war bei diesem Projekt die Kommissionierung für das automatische Behälterlager. Um die Auslagerung des benötigten Behälters anzustoßen, kommuniziert LFS mit dem Materialflussrechner von TGW, dem Hersteller der Anlage. Nach der Übergabe des Behälters vom Lager an die Fördertechnik steuert LFS die Behälter über die Fördertechnik zu den Kommissionierplätzen, wo mittels einer ? ebenfalls von LFS gesteuerter ? Pick-to-Light-Anlage kommissioniert wird. Anschließend weist LFS abhängig von deren Auslastung den Kommissionierbehältern einen Packplatz zu.

Eine weitere Besonderheit ist die Technikerversorgung für den Hegele-Kunden DB-KT, die Telekommunikationstochter der Deutschen Bahn. Bestellt ein Techniker ein Ersatzteil, muss dies spätestens 30 Minuten nach Eingang der Bestellung zur Auslieferung an einen Kurierfahrer übergeben werden. Umgesetzt wurde dies in der Standard-Prioritätensteuerung von LFS. Durch Zuordnen aller Aufträge aus dem Bereich Technikerversorgung zur obersten Priorität werden diese immer zuerst kommissioniert und versandfertig gemacht.

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