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RWI/ISL-Containerumschlag-Index hat sich im Mai erholt

Der RWI/ISL-Containerumschlag-Index hat sich im Mai wieder verbessert. Er stieg saisonbereinigt von (korrigiert) 114,4 auf 115,1. Damit wurde der Rückgang vom April etwas mehr als ausgeglichen.

Insgesamt weist der Index darauf hin, dass sich der internationale Warenaustausch in den vergangenen Monaten in einer Seitwärtsbewegung ohne große Bewegungen nach oben oder unten befand. Treibende Kraft der Verbesserung im Mai waren insbesondere die asiatischen Häfen, was im Einklang steht mit der zuletzt recht deutlichen Ausweitung des chinesischen Außenhandels.

Die Schnellschätzung für den Mai basiert auf den Angaben von 34 Häfen, in denen rund zwei Drittel des im Index abgebildeten Umschlagsvolumens getätigt wird. Die Werte der vergangenen Monate wurden generell etwas angehoben. Ursache hierfür sind über den Schätzungen liegende Werte der nachträglich meldenden Häfen. Zudem wurde in der Datenbasis ein Hafen aufgrund ungenügender Qualität der Daten durch einen anderen ersetzt. Die saisonbereinigten Werte ändern sich darüber hinaus leicht mit jeder Verlängerung des Stützbereichs des Bereinigungsverfahrens.

In den Index gehen die vom Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) im Rahmen seiner Marktbeobachtung fortlaufend erhobenen Angaben von 72 internationalen Häfen ein, die rund 60 Prozent des weltweiten Containerumschlags tätigen. Da der internationale Handel im Wesentlichen per Seeschiff abgewickelt wird, lassen diese Containerumschläge zuverlässige Rückschlüsse auf den Welthandel zu. Weil viele Häfen bereits zwei Wochen nach Anlauf eines Monats über ihre Aktivitäten berichten, ist der RWI/ISL-Containerumschlag-Index daher ein zuverlässiger Frühindikator der Entwicklung des internationalen Handels mit verarbeiteten Waren und damit auch der weltwirtschaftlichen Aktivität.

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