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Sachsen-Anhalt schlägt für SPC die Brücke nach Osteuropa

Das Bundesland Sachsen-Anhalt als ein wichtiger Logistikstandort in Mitteldeutschland ist neues Mitglied des Short Sea Shipping Inland Waterway Promotion Center (SPC), Bonn.

Die Motivation für den Beitritt zum Trägerverein des SPC begründet Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel so: „Der Eintritt in das Kompetenznetzwerk untermauert einmal mehr unser Vorhaben, die Nutzung der Wasserstraßen des Landes durch Verlagerung von Straßengütertransporten zu stärken und damit die Bedeutung und Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen hervorzuheben.“ Wesentliche Anliegen seien die Erhaltung und Steigerung der Leistungsfähigkeit des Transportnetzes.

Sachsen-Anhalt übernimmt aufgrund seiner geographischen Lage eine Brückenfunktion zu den neuen osteuropäischen Märkten. Dafür sollen die Hinterlandverkehre gestärkt und die Verkehrsdrehscheibe Mitteldeutschland weiter profiliert werden. „Zur Unterstützung bei der Realisation unserer Ziele haben wir durch die Mitgliedschaft im SPC nun einen zentralen und neutralen Ansprechpartner gefunden, von dessen Know-how wir bei der Entwicklung ganzheitlicher, auf die Anforderungen des Marktes zugeschnittenen Transportlösungen unter Bevorzugung der Binnenschifffahrt profitieren können“, erklärt Webel. Dabei sei die Erfahrung des SPC bei der Initiierung von Verlagerungsprojekten im Dialog mit der verladenden Wirtschaft unter Einbeziehung von multimodalen Transporten ? insbesondere unter Berücksichtigung der Wasserstraßen ? von besonderem Interesse.

„Wir freuen uns sehr, mit Sachsen-Anhalt das sechste Bundesland in unserem Netzwerk begrüßen zu dürfen“, erklärt Frank C. Firnkes, Vorstandsvorsitzender des SPC. Die Mitgliedschaft komplementiere die Abdeckung der binnenschifffahrtsrelevanten Wasserwege in Deutschland und schließe eine wichtige Lücke als logistische Drehscheibe zu den osteuropäischen Ländern. Firnkes weiter: „Der Beitritt Sachsen-Anhalts stärkt unser Kompetenz-Cluster und setzt das Signal, dass ein weiteres Bundesland Chancen für einen stärkeren Beitrag der Wasserstraße zur Bewältigung des steigenden Transportaufkommens sieht.“ Neben Sachsen-Anhalt gehören bereits Baden-Württemberg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen sowie Nordrhein-Westfalen der öffentlich-privaten Partnerschaft an.

Nachhaltigkeit auch für den Güterverkehr zu verankern, ist für die Zukunft Sachsen-Anhalts als eine aufstrebende Verkehrs- und Logistikkompetenzregion eine der zentralen Herausforderungen. „Dazu nutzt das Land gerne die Unterstützung starker Partner wie das SPC“, erklärt Webel. Die neutrale Beratung mit ihrem starken Netzwerk werde sowohl an der Umsetzung von Maßnahmen aus dem Aktionsplan Güterverkehr und Logistik sowie dem Logistikkonzept des Landes Sachsen-Anhalt beteiligt.

Über das Logistikkonzept des Bundeslandes Sachsen-Anhalts

Sachsen-Anhalt ist mit insgesamt etwa 580 km Bundeswasserstraßen wie Elbe, Saale, Untere Havel-Wasserstraße, Mittelland- und Elbe-Havel-Kanal in das europäische Wasserstraßennetz eingebunden. Die Elbe als internationale Wasserstraße sowie die Kanäle sind Bestandteil des Transeuropäischen Verkehrsnetzes. Mit den Häfen Magdeburg, Aken und Dessau-Roßlau an der Elbe, Haldensleben am Mittellandkanal und Halle an der Saale gibt es im Land fünf bedeutende Häfen, die zugleich Schnittstellen des trimodalen Güterverkehrs sind.

Die Binnenschifffahrt ist damit im Land ein bedeutender und unverzichtbarer Verkehrsträger. Der Schiffsgüterumschlag in den Häfen und an den Verladestellen des Landes hat sich nach dem wendebedingten Rückgang auf 2,7 Millionen Tonnen im Jahre 1991 erfreulicherweise wieder kontinuierlich aufwärts entwickelt. Im Jahr 2011 wurden mittlerweile rund 7,5 Millionen Tonnen umgeschlagen.

Mit Blick auf das zu erwartende steigenden Gütervolumen im Land, insbesondere durch die Brückenfunktion zu den neuen osteuropäischen Märkten, spielt die V

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